STEINKRAFT Zeolith - Tribomechanisches Mahlverfahren

Tribomechanische Aktivierung — wie ein kroatischer Forscher eine Technologie erfand die die Welt der Mineralien veränderte

Es begann mit Schweinen. Und mit dem Geruch dort.

  1. Ein Schweinemastbetrieb nahe Deutschlandsberg in der Steiermark. Der penetrante Ammoniumgeruch war das Problem — und Tihomir Lelas hatte sich auf eine Ausschreibung gemeldet.

Der Kroate arbeitete damals als Leiter einer Forschungsgesellschaft in Wien. Er kannte Zeolith — das vulkanische Urgestein, das schon lange als Filter und Absorber bekannt war. Das Experiment in der Steiermark wurde ein durchschlagender Erfolg. Der pulverisierte Stein befreite nicht nur den Stall von Ammoniak." Die Schweine schleckten das Zeug wie verrückt", erzählte Lelas später. Weniger Tiere starben im Stall. Der Durchfall verschwand. Der Kannibalismus nahm ab.

Und er begann zu forschen.

Zuerst ein Blick zurück — was Kugelmühlen sind und warum sie ein Problem haben

Um zu verstehen, was tribomechanische Aktivierung ist, muss man zuerst verstehen was sie nicht ist. Wir starten einfach einmal von hier aus.

Herkömmliche Mahlverfahren werden mittels Kugelmühlen durchgeführt. Eine Kugelmühle ist im Grunde eine rotierende Trommel gefüllt mit riesigen Kugeln oder Scheiben aus Metall — manchmal aus Stahl, manchmal aus anderen harten Legierungen. Die Mineralien werden in die Trommel gegeben. Die Trommel dreht sich. Die Kugeln rollen übereinander und über das Mineral. Das Mineral wird zerrieben, gequetscht, gemahlen — immer feiner, immer kleiner.

Für grobe Anwendungen funktioniert das gut genug. Aber für feine Korngrößen unter 50 Mikrometer beginnen die Probleme.

Problem 1: Metallabrieb. Die Kugeln verschleißen. Bei jeder Kollision mit dem harten Mineral reiben sich winzige Metallpartikel von den Kugeln ab. Dieser Metallabrieb landet im gemahlenen Produkt. Zeolith zieht Metall an — das ist eigentlich seine Stärke, die Adsorptionsfähigkeit. Aber das bedeutet auch: Er saugt den Metallabrieb der Kugeln auf. Ein feingemahlener Zeolith aus der Kugelmühle kann schwermetallbelastet sein — nicht, weil der Rohstoff es war, sondern weil das Mahlverfahren es verursacht hat. Ein einfacher Magnettest zeigt das: Zeolith in einem Glas Wasser auflösen, umrühren, einen Magneten von außen ans Glas halten — und beobachten was passiert. Bei Kugelmühlen-Zeolith zieht sich eine dunkle Wolke zum Magneten. Das ist der Metallabrieb.

Problem 2: Zerstörung der Kristallgitter. Das ist das eigentliche Kernproblem. Zeolith hat eine einzigartige innere Struktur — ein Kristallgitter mit winzigen Hohlräumen und Kanälen, das für die Adsorptions- und Ionenaustauschfähigkeit verantwortlich ist. Wenn Zeolith in einer Kugelmühle gemahlen wird, werden diese Kristallgitter gequetscht und beschädigt. Die Kugeln drücken von außen auf die Partikel — das Kristallgitter im Inneren hält dem Druck nicht stand und kollabiert.

Ein Zeolith mit zerstörtem Kristallgitter ist ein Zeolith, der nicht mehr das kann wofür Zeolith bekannt ist. Er ist chemisch noch immer Zeolith. Aber er wirkt nicht mehr wie Zeolith.

Das ist der Grund, warum manche behaupten Zeolith funktioniert nicht. Sie haben recht — der falsch gemahlene Zeolith funktioniert tatsächlich nicht. Und tut nicht das, was Zeolith kann.

Was Tihomir Lelas anders machte — die tribomechanische Aktivierung

Lelas arbeitete seit den 1970er Jahren an der Verbesserung der Vermahlung. Er kannte die Kugelmühlen und ihre Probleme. Und er suchte nach einem Weg, der diese Probleme löste.

Die Lösung war so elegant wie radikal: Er ersetzte die Eisenstäbe und Kugeln durch Querflügel. Die Partikel sollten nicht mehr gegen Metall schlagen — sie sollten gegeneinander schlagen. Mineral gegen Mineral. Partikel gegen Partikel.

Durch Luftströme werden die Mineralpartikel extrem beschleunigt — bis sie mit enormer Geschwindigkeit aufeinandertreffen. Im Durchschnitt finden 3.000 Kollisionen pro Sekunde statt — bei dreifacher Schallgeschwindigkeit.

Die Maschine, die dabei entstand, war kein stilles Laborgerät. Sie heulte wie ein landender Jumbo-Jet. In der Fabrikhalle in Osijek vibrierten die Wände. 40.000 Umdrehungen pro Minute. Zwei gegenläufige Rotoren aus Stahl, Diamanten und hochwertiger Keramik. Staub und Lärm und Energie. Und am Ende — ein feines weißes Pulver, das aus der Anlage rieselte. Elektrisch aufgeladen. Mehl-zart. Vollkommen anders als alles, was vorher aus Maschinen gekommen war. 

Es kommen immer wieder auch Vertriebspartner oder Lizenznehmer von Lelas zu uns. Sie erzählen uns, wie gut er Geschichten erzählen konnte, ja begeistern konnte. Sie beschreiben uns seine ursprüngliche Maschine, die ultralaut war und voll gestaubt hat. Wir können uns das so gut vorstellen, auch wenn es bei uns nicht mehr so laut ist und nicht mehr soviel staubt. Seine Freude an der Feinheit und Qualität des Produkts können wir sowas von nachempfinden.

Wer Tihomir Lelas begegnet ist — und es gibt Menschen in unserem Umfeld, die das Glück hatten ihn persönlich kennenzulernen — berichtet von einem großen, begeisterungsfähigen Mann voller Energie und Ideen. Einem Menschen, der mit leuchtenden Augen erklärte, was er entdeckt hatte. Der zuhörte, wenn Landwirte und Ärzte von ihren Erfahrungen berichteten. Der sich ehrlich freute, wenn sein Produkt half. Und der eine Gruppe anderer Männer um sich scharte.

"Es war ein wunderbarer Mann mit vielen Ideen, der nur eins wollte: den Menschen helfen."

Was bei diesen Kollisionen wirklich passiert — drei entscheidende Unterschiede

Kein Metallabrieb. Mineral kollidiert mit Mineral — nicht mit Metall. Das Endprodukt ist rein. Kein Schwermetall. Kein Magnettest nötig.

Kristallgitter bleibt erhalten. Bei der Kollision zweier Partikel spalten sie sich entlang ihrer natürlichen Kristallgitterebenen — die schwächste Stelle im Mineral. Die innere Struktur bleibt intakt. Mehr noch: Die Kristallgitter werden durch die Aktivierung noch stärker aufgeschlossen. Die innere Oberfläche von 1 Gramm tribomechanisch aktiviertem Zeolith beträgt rund 10.000 Quadratmeter. Das ist die Fläche auf der Adsorption, Ionenaustausch und alle anderen Wirkmechanismen stattfinden.

Elektrostatische Aufladung. Bei jeder Kollision verändert sich die Elektronenverteilung an der Partikeloberfläche. Die Partikel werden elektrostatisch aufgeladen — aktiv, reaktiv, lebendig. Diese Ladung bewirkt, dass sie auf Blattoberflächen haften, durch Blattporen gezogen werden und im Blattinneren sofort reagieren.

Das ist der fundamentale Unterschied zwischen tribomechanisch aktiviertem Mineral und konventionell gemahlenem Mineral — auch wenn beide dieselbe Partikelgröße haben.


Die Begeisterung, die eine Bewegung auslöste

Tihomir Lelas war nicht nur ein Erfinder. Er war ein Mensch, der andere begeisterte. Die Wirkung von Zeolith wurde erforscht.

Und so — die entscheidende Wendung. Um Lelas bildete sich eine Gruppe von Geschäftsmännern, die von der Technologie so begeistert waren, dass sie selbst aktiv wurden. Jeder in seinem Bereich. Jeder mit seiner eigenen Idee, wie diese Technologie eingesetzt werden könnte.

Einer sicherte sich sofort eine Rohstoffquelle — einen Teil der einzigartige Klinoptilolith-Lagerstätte in der Ostslowakei nahe Košice. Das Zeolith aus dem Karpatengürtel gilt als eines der reinsten der Welt — in seiner ursprünglichen Form nur noch hier und in Kuba in dieser Qualität verfügbar laut Prof. Dr. Karl Hecht.

Ein anderer begann mit Felduntersuchungen von tribomechanisch aktiviertem Calcit in verschiedenen Kulturen — zunächst in Europa, dann weltweit. Weinreben, Olivenbäume, Zuckerrüben, Weizen. Die Ergebnisse überzeugten.

Und weil alle von derselben Technologie und der Wirkung begeistert waren, aber niemanden in die Quere kommen wollte, gaben alle dem Produkt einen eigenen Namen. Der Zeolith hieß Megamin. Der Calcit hieß Megagreen. Dass hier auch jeder seine Kraft und Wirkung auf dem Markt ausprobieren wollte, kann man sich vorstellen. Und dass unterschiedliche Meinungen und Strategien daherkamen. Wo vorher Lizenzen waren,  kamen dann andere Namen dazu, wie zum Beispiel Herbagreen. Daher entstanden neue Marken. Dieselbe Technologie. Dieselbe Wirkung. Verschiedene Namen. Immer tribomechanisch aktivierter Zeolith, TMAZ, tribomechanisch mikronisiert aktiviert. Und tribomechanisch mikronisierter aktivierter Calcit. Patentiert von Herrn Lelas.

Das war der Beginn einer Gruppe von Produkten, die heute in der Landwirtschaft eingesetzt werden.

Die Weiterentwicklung — Air2Air Activation Technology

Die tribomechanische Aktivierung von Lelas war der Ursprung. Aber Technologie entwickelt sich weiter.

Wir bei Steinkraft haben die Air2Air Activation Technology — einer Weiterentwicklung des tribomechanischen Verfahrens — unsere eigene Produktionsmethode entwickelt. Die Air2Air Activation Technology ist eine Luftstromvermahlung: Die Rohstoffe werden im Luftstrom pulverisiert. Ohne Abrieb. Elektrostatisch aufgeladen. Höchste Reinheit. Maximale Wirksamkeit.

Der Name sagt es bereits: Air2Air. Luft zu Luft. Die Partikel treffen sich im Luftstrom — nicht auf Metalloberflächen, nicht in rotierenden Trommeln. Mineral gegen Mineral, in einem Luftstrom, der die Kollisionen erzeugt.

Die Rohstoffquelle: Košice, Ostslowakei. 100% Klinoptilolith-Zeolith. Die Reinheit ist kontrolliert. Der Transport erfolgt in vollständig verschlossenen BigBags — keine Schüttware, keine Papiersäcke, die Feuchtigkeit ziehen könnten. Und kein Schüttgut.

Und wir stellen selbst her — wir bestimmen selbst, wann und wie fein vermahlen wird. Das ist kein Detail. Es ist der Kern unserer Qualitätskontrolle.

Was auf dem Markt passiert — und warum man genau hinschauen muss

Wo eine erfolgreiche Technologie entsteht, folgen Nachahmer. Das ist normal. Das Problem entsteht, wenn Nachahmer die Technologie nicht verstehen — oder wenn sie bewusst täuschen. 

STEINKRAFT Zeolith Korngrößen Vergleichsbild 6 mikron - 30 mikron - 69 mikron

Kugelmühlen-Zeolith als "ultrafein" verkauft. Wir haben im eigenen Labor ein angebliches 50-Mikron-Produkt gemessen — und fanden Partikel bis zu 300 Mikrometer. Das ist eine Mogelpackung. Und ein Produkt, das auf dem Blatt einer Pflanze nicht viel bewirkt — nicht einmal im Boden.

Abgesiebter oder gequetschter Calcit als Blattdünger. Calcit, der einfach abgesiebt oder konventionell gemahlen wurde, hat nicht die elektrostatische Ladung, die ihn durch die Blattporen zieht. Er bleibt auf dem Blatt der Pflanze liegen. Er ist chemisch nachweisbar. Aber er dringt nicht ein und entfaltet keine Wirkung im Blattinneren.

Tribodynamisch statt tribomechanisch. Es gibt Produkte, die sich tribodynamisch nennen — ein anderes Verfahren mit anderen Eigenschaften. Der Name klingt ähnlich. Die Wirkung ist eine andere. Hier ist Aufmerksamkeit geboten.

Die verkehrte Behauptung. Wir haben kürzlich ein Produkt gesehen, über das geschrieben wurde: "Tribomechanisch — zerstört die Kristallgitter." Das ist das genaue Gegenteil der Wahrheit. Tribomechanische Aktivierung erhält die Kristallgitter — das ist ihr entscheidender Vorteil gegenüber der Kugelmühle. Es ist die Kugelmühle, die die Kristallgitter zerstört. Wer das verkehrt darstellt, hat entweder die Technologie nicht verstanden — oder täuscht bewusst.

Die Fragen, die man stellen sollte, bevor man ein Zeolith- oder Calcit-Produkt kauft:

Wie wurde es gemahlen — Kugelmühle oder tribomechanisch? Woher kommt der Rohstoff — und wurde er auf Schwermetalle getestet? Wie groß sind die Partikel wirklich — und kann das nachgewiesen werden? 

Von der Steiermark in die Welt

Tihomir Lelas begann 1987 in einem Schweinestall nahe Deutschlandsberg. Er baute eine Maschine, die wie ein Jumbo-Jet heulte, staubte und donnerte. Er entdeckte dabei etwas, das die Wissenschaft bis dahin nicht kannte.

Heute wird die Technologie, die er begründete auf Kaffeeplantagen in Kolumbien eingesetzt, in Weinbergen in Frankreich, auf Zuckerrohrfeldern in Afrika, in Obstgärten in Niederösterreich.

Was Lelas nie aufhörte zu glauben: Dass die Natur die besten Lösungen hat. Dass ein Mineral, das richtig aufbereitet ist, mehr leisten kann als jede synthetische Chemie. Und dass diese Leistung messbar ist — im Brix-Wert, im Ertrag, im Geschmack.

Der denkende Stein denkt noch immer. Heute in Blättern, in Böden, in Früchten.

Was tribomechanisch aktivierter Calcit im Blatt auslöst — der vollständige Wirkungsmechanismus — im Photosynthese-Artikel.

Was dieses Verfahren in der Praxis leistet — Feldstudien aus vier Kontinenten — im großen Studienüberblick.

Wie man Zeolith-Qualität selbst prüft — fünf Fragen die jeder stellen sollte — im Qualitäts-Blogartikel.

Grünkraft Calcium direkt — zur Produktseite.

Quellen: Ingomar Schwelz, "Megamin — der Stoff aus dem die Zukunft ist", SEIN Magazin 2002 | Megagreenpower.de, Geschichte der tribomechanischen Aktivierung | steinkraft-naturerocks.com, Blogartikel tribomechanisches Mahlverfahren | steinkraft-naturerocks.com, Blogartikel Korngrößen und Qualität | steinkraft-naturerocks.com, FAQ Zeolith-Qualität | Dr. Peter Ost, Zitat zu tribomechanisch aktiviertem Calcit als Blattdünger

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