Maukie beim Pferd - Ursachen, Behandlung und Zeolith

Mauke beim Pferd: Was wirklich hilft – Ursachen, Behandlung und Zeolith bei Mauke

Krusten in der Fesselbeuge. Gerötete Haut. Kleine nässende Stellen. Und draußen regnet es seit Tagen. Viele Pferdehalter:innen kennen dieses Bild vor allem aus der nassen Jahreszeit und nennen es schlicht: Mauke.

Doch Mauke ist komplexer, als der Name vermuten lässt. Sie ist keine einzelne Erkrankung mit einer einzigen Ursache. Und sie entsteht auch nicht automatisch, nur weil ein Pferd im Matsch steht.

Gerade deshalb möchten wir genauer hinschauen.

Was ist Mauke eigentlich? Warum bekommen manche Pferde sie immer wieder? Soll man die Krusten entfernen? Darf man Mauke waschen? Was hilft bei nässender Mauke? Und wann muss der Tierarzt kommen?

Und natürlich interessiert uns bei STEINKRAFT noch eine weitere Frage besonders:

Was kann Natur-Zeolith bei Mauke leisten?

Denn wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit Klinoptilolith beim Pferd – im Futter, auf der Haut, am Huf und in der Einstreu. Und gerade wenn Feuchtigkeit, gereizte Haut und ein belastetes Hautmilieu zusammentreffen, wird dieses außergewöhnliche Naturmineral interessant.

Mauke beim Pferd – kurz & knapp

  • Mauke ist eine Entzündung der Haut im Bereich der Fesselbeuge.

  • Veterinärmedizinisch spricht man von Equine Pastern Dermatitis (EPD).

  • Mauke ist keine einzelne Krankheit, sondern ein Syndrom mit unterschiedlichen möglichen Ursachen.

  • Feuchtigkeit und Matsch können das Entstehen beziehungsweise Fortbestehen begünstigen.

  • Auch Milben, mechanische Reizung, bakterielle Sekundärinfektionen, Hautbarrierestörungen und individuelle Veranlagung können eine Rolle spielen.

  • Deshalb gibt es nicht die eine Mauke-Behandlung für jedes Pferd.

  • Fest sitzende Krusten sollten nicht gewaltsam abgerissen werden.

  • Dauerndes Waschen kann eine ohnehin belastete Haut zusätzlich reizen.

  • Bei oberflächlichen, feuchten oder nässenden Hautstellen ist fein vermahlener Klinoptilolith aufgrund seiner adsorptiven Eigenschaften für uns besonders interessant.

  • Für trockene, gereizte oder abheilende Hautstellen kann eine pflegende Zeolith-Salbe die passendere Variante sein.

  • Trockene Fesselbeugen und eine trockene, saubere Umgebung gehören zusammen.

  • Bei starker Entzündung, Schwellung, Schmerzen, Eiter, Lahmheit oder immer wiederkehrender Mauke gehört die Ursache tierärztlich abgeklärt.

Was ist Mauke beim Pferd eigentlich?

Ist Mauke eine Krankheit?

Das ist gleich die erste wichtige Frage.

Mauke ist streng genommen keine einzelne Krankheit.

In der Veterinärmedizin wird meist von Equine Pastern Dermatitis (EPD) gesprochen.

Der Veterinärdermatologe Anthony Yu beschreibt EPD als ein kutanes Reaktionsmuster beziehungsweise Syndrom und nicht als einzelne Diagnose.

Das ist mehr als medizinische Wortklauberei.

Denn es erklärt, warum zwei Pferde mit scheinbar derselben „Mauke“ völlig unterschiedlich auf dieselbe Behandlung reagieren können.

Wir sehen außen vielleicht Krusten, Rötung und nässende Haut.

Was wir damit noch nicht wissen:

Warum ist die Haut dieses Pferdes erkrankt?

Genau deshalb gehört für uns zur guten Mauke-Behandlung immer auch die Suche nach den begünstigenden beziehungsweise zugrunde liegenden Faktoren.

Wie erkennt man Mauke beim Pferd?

Wie sieht Mauke am Anfang aus?

Am Anfang sind die Veränderungen manchmal erstaunlich unscheinbar.

Vielleicht fühlt sich die Haut in der Fesselbeuge plötzlich rauer an. Kleine Schuppen entstehen. Das Fell verklebt ein wenig. Die Haut ist gerötet oder empfindlicher.

Später können hinzukommen:

  • Krusten

  • nässende Hautstellen

  • Risse

  • Schwellungen

  • Wärme

  • Juckreiz

  • Schmerzen

  • verdickte Haut

  • verklebtes Fell.

Manche Pferde ziehen plötzlich das Bein weg, wenn man die Fesselbeuge berührt.

Genau deshalb mögen wir im Herbst ein ganz einfaches Ritual:

Nicht nur hinschauen. Hinfühlen.

Mit der Hand einmal an jedem Bein hinunterfahren und die Fesselbeuge bewusst ertasten.

Je früher wir Veränderungen wahrnehmen, desto früher können wir reagieren.

Warum bekommt ein Pferd Mauke?

Was sind die häufigsten Ursachen von Mauke?

Hier liegt einer der größten Irrtümer:

Mauke hat nicht eine einzige Ursache.

Veterinärmedizinische Fachliteratur beschreibt ein Zusammenspiel aus primären Ursachen, prädisponierenden Faktoren und Faktoren, die eine bereits bestehende Entzündung weiter aufrechterhalten können.

Dazu gehören unter anderem:

Feuchtigkeit und Matsch: Dauerhafte Nässe kann die Haut aufweichen und ihre natürliche Barriere belasten.

Mechanische Reizung: Sand, Schmutz, Reibung und kleine Verletzungen können die Haut zusätzlich strapazieren.

Parasiten: Insbesondere bei Pferden mit starkem Behang müssen auch Milben berücksichtigt werden.

Mikroorganismen: Ist die Hautbarriere bereits geschädigt, können Bakterien Teil des Problems werden.

Andere Hauterkrankungen: Nicht jede krustige Fesselbeuge hat dieselbe Ursache.

Individuelle Veranlagung: Pigmentierung, Behang, Rasse und andere individuelle Faktoren können eine Rolle spielen.

Die erste Frage sollte deshalb nicht nur lauten:

„Was schmiere ich auf die Mauke?“

Sondern auch:

„Warum hat gerade dieses Pferd diese Hautveränderung?“

Mauke im Herbst: Welche Rolle spielen Matsch und Feuchtigkeit?

Kommt Mauke von Matsch?

Nicht automatisch.

Aber die Verbindung zwischen Mauke und Feuchtigkeit ist für das Management sehr relevant.

Eine prospektive wissenschaftliche Untersuchung begleitete junge Pferde von August bis Oktober und untersuchte ihre Fesselbereiche regelmäßig. Dabei wurde Feuchtigkeit als prädisponierender Faktor identifiziert; unpigmentierte Fesselbereiche waren zudem häufiger betroffen.

Andere Übersichtsarbeiten zeigen allerdings, dass der Zusammenhang zwischen Niederschlag beziehungsweise Luftfeuchtigkeit und EPD nicht in allen Studien gleich eindeutig ausfällt.

Das ist typisch für ein multifaktorielles Geschehen:

Matsch allein macht noch keine Mauke.

Aber dauerhaft feuchte, aufgeweichte und verschmutzte Haut ist gerade bei einem empfindlichen oder bereits vorgeschädigten Pferd ein Faktor, den wir beeinflussen können.

Im Herbst kommen außerdem mehrere Dinge zusammen:

Regen.

Matsch.

Nasses Fell.

Feuchte Fesselbeugen.

Mehr Zeit im Stall.

Und manchmal anschließend auch noch nasse Einstreu.

STEINKRAFT Zeolith für Pferde Blog: Pferde im Herbst - Natürliche Unterstützung bei Wetterumschwung und Weideproblemen

In unserem Ratgeber „Pferde im Herbst – natürliche Unterstützung bei Wetterumschwung und Matsch“ findest du weitere Tipps rund um die besonderen Herausforderungen der nassen Jahreszeit.


Warum bekommen manche Pferde immer wieder Mauke?

Sind weiße Beine anfälliger für Mauke?

Dafür gibt es wissenschaftliche Hinweise.

In der prospektiven Untersuchung waren unpigmentierte Fesselbereiche häufiger betroffen als pigmentierte.

Das bedeutet natürlich nicht, dass jedes Pferd mit weißen Beinen Mauke bekommt.

Es ist aber ein guter Grund, bei einem Pferd, das ohnehin immer wieder betroffen ist, gerade diese Hautbereiche besonders aufmerksam zu beobachten.

Sind Pferde mit viel Behang anfälliger?

Auch bei Pferden mit starkem Behang sehen wir Mauke häufiger.

Unter dichtem Behang kann Feuchtigkeit länger an der Haut verbleiben. Gleichzeitig können beispielsweise Milben leichter übersehen werden.

Deshalb gilt besonders bei Tinkern, Kaltblütern und anderen Pferden mit ausgeprägtem Fesselbehang:

Nicht nur von außen anschauen.

Mit den Fingern bis zur Haut gehen.

Warum kommt die Mauke trotz Behandlung immer wieder?

Dann würden wir besonders aufmerksam werden.

Denn vielleicht behandeln wir immer wieder die sichtbare Hautveränderung, während der auslösende oder aufrechterhaltende Faktor bestehen bleibt.

Wie sieht die Haltung aus?

Steht das Pferd dauerhaft feucht?

Sind Milben beteiligt?

Ist immer dieselbe Fessel betroffen?

Gibt es starken Juckreiz?

Sind ausschließlich weiße Beine betroffen?

Wie sieht die Hautbarriere aus?

Wiederkehrende Mauke ist deshalb ein guter Grund, gemeinsam mit Tierärztin oder Tierarzt nach der Ursache zu suchen – statt einfach die nächste Dose Salbe auszuprobieren.

Ist Mauke eine bakterielle Infektion?

Sind Bakterien die Ursache von Mauke?

Nicht automatisch.

Bei stärker veränderter Haut werden durchaus bestimmte Bakterien häufiger nachgewiesen.

Aber:

Ein Bakterium auf einer entzündeten Haut zu finden bedeutet nicht automatisch, dass dieses Bakterium die ursprüngliche Ursache war.

Die Hautbarriere kann zunächst aus einem anderen Grund geschädigt worden sein. Mikroorganismen können anschließend Teil des Problems werden.

Das ist auch für Zeolith interessant – dazu kommen wir gleich.


Was hilft wirklich gegen Mauke beim Pferd?

Wie bekomme ich Mauke beim Pferd weg?

Leider gibt es darauf keine universelle Drei-Schritte-Anleitung.

Weil Mauke unterschiedliche Ursachen haben kann, muss auch die Behandlung zum Pferd und zum Zustand seiner Haut passen.

Die veterinärmedizinische Literatur betont dabei zwei Ebenen:

die konkrete Hautveränderung behandeln

und

prädisponierende beziehungsweise aufrechterhaltende Faktoren verändern.

Für uns bedeutet das praktisch:

Haut ansehen.

Ursache suchen.

Feuchtigkeit managen.

Umgebung kontrollieren.

Passende Hautpflege auswählen.

Und bei stärkeren Veränderungen diagnostizieren lassen.

Soll man Mauke waschen?

Muss ich die Fesselbeuge täglich waschen?

Mehr ist hier nicht automatisch besser.

Natürlich kann eine stark verschmutzte Fesselbeuge gereinigt werden müssen.

Aber immer wieder:

waschen – einseifen – desinfizieren – abspülen – wieder nass machen

kann bei einer ohnehin gestörten Hautbarriere auch kontraproduktiv sein.

Wenn gewaschen wird, sollte anschließend gründlich und sanft getrocknet werden.

Gerade bei einer feuchten oder nässenden Mauke finden wir deshalb den Gedanken interessant, nicht immer noch mehr Flüssigkeit an die Haut zu bringen, sondern das Hautmilieu trockener zu bekommen.

Und genau hier kommen wir zu Zeolith.

Zeolith bei Mauke – warum wir das Naturmineral gerade hier spannend finden

Wer STEINKRAFT schon länger kennt, weiß:

Zeolith ist für uns beim Pferd weit mehr als ein Mineral fürs Futter.

Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren damit, was hochwertiger Klinoptilolith im Pferd, am Pferd und in seiner Umgebung leisten kann.

Und bei Mauke treffen mehrere Dinge zusammen, bei denen seine physikalischen Eigenschaften interessant werden:

Feuchtigkeit – Wundsekret – gereizte Haut – Mikroorganismen – belastetes Hautmilieu.

Klinoptilolith besitzt eine mikroporöse kristalline Struktur und eine große innere Oberfläche.

Vereinfacht gesagt:

Es gibt unglaublich viel Oberfläche auf unglaublich wenig Raum.

Dort können Flüssigkeit und unterschiedliche Moleküle adsorbiert werden.

Genau diese Eigenschaften sind auch Gegenstand moderner Haut- und Wundforschung.

Zeolith Wissen und Studien: Zeolith für die Haut - Was Studien zur Wirkung wirklich zeigen

Wer tiefer einsteigen möchte, findet in unserem großen Forschungsartikel „Zeolith für die Haut: Was Studien zur Wirkung wirklich zeigen“ die einzelnen Studien und Hintergründe ausführlich erklärt.

Was sagt die Forschung zu Zeolith auf verletzter Haut?

Darf Klinoptilolith überhaupt direkt mit einer Wunde in Kontakt kommen?

Dazu gibt es inzwischen klinische Forschung.

In einer prospektiven randomisierten Phase-I-Studie von Deinsberger et al. wurde gereinigter Klinoptilolith-Tuff in Pulverform direkt auf standardisierte offene Hautwunden gesunder Probanden aufgebracht.

Das ist für uns bemerkenswert:

Das Mineral wurde nicht nur theoretisch im Labor untersucht.

Es wurde unmittelbar auf verletzter Haut angewendet.

Die Anwendung erwies sich als gut verträglich. Die Forschenden fanden keine signifikanten Unterschiede in der makroskopischen Wundheilung gegenüber der Standardversorgung.

Histologisch zeigten sich jedoch Unterschiede im Wundgewebe – unter anderem mehr Makrophagen und weniger Myofibroblasten in den mit Klinoptilolith behandelten Wunden.

Vereinzelt wurden kleine Zeolithpartikel im neu gebildeten Hautgewebe gefunden, ohne dass diese mit klinischen Symptomen oder einer Beeinträchtigung der Wundheilung verbunden waren.

Für uns ist deshalb die korrekte Schlussfolgerung nicht:

„Zeolith heilt Mauke.“

Sondern:

Gereinigter Klinoptilolith wurde direkt auf offenen Hautwunden klinisch untersucht, war dort gut verträglich und ist aufgrund seiner besonderen Materialeigenschaften für das Wundmanagement wissenschaftlich interessant.

Was kann Zeolith bei feuchten und nässenden Hautstellen?

Kann Zeolith Wundsekret aufnehmen?

Genau das gehört zu den Eigenschaften, die in der Zeolith-Wundforschung untersucht werden.

Fein vermahlener Klinoptilolith kann Flüssigkeit beziehungsweise Wundexsudat an seiner großen Oberfläche aufnehmen.

Für uns ist das bei Mauke besonders interessant.

Denn eine feuchte, nässende Fesselbeuge möchten wir nicht dauerhaft in einem warm-feuchten Mikroklima halten.

Unsere Überlegung lautet deshalb:

Feuchtigkeit aufnehmen – Hautmilieu trockener halten – beobachten.

Was weiß man über Zeolith bei chronischen Wunden?

Neben kontrollierten Studien gibt es auch klinische Beobachtungen.

In der von uns bereits in unserem Haut-Forschungsartikel aufgearbeiteten Beobachtung von Becher et al. wurde tribomechanisch behandelter Klinoptilolith als Puder bei 33 Patient:innen mit akuten beziehungsweise chronischen, teilweise schwer heilenden Wunden eingesetzt.

Beschrieben wurden unter anderem das Austrocknen stark sezernierender Wunden und Veränderungen des Wundmilieus beziehungsweise der mikrobiellen Belastung.

Eine Beobachtungsstudie ist kein Wirksamkeitsnachweis speziell für Mauke.

Aber gemeinsam mit der klinischen Sicherheitsstudie und experimentellen Daten zeigt sie sehr schön, warum Klinoptilolith gerade in einem feuchten Wundmilieu interessant ist.

Was sagt die Forschung zu Zeolith bei entzündeter Haut?

Gibt es Forschung zu Zeolith bei Dermatitis?

Ja – und auch diese Forschung ist für unsere Mauke-Frage interessant, obwohl sie nicht unmittelbar an Pferden durchgeführt wurde.

In eurem STEINKRAFT-Haut-Forschungsartikel haben wir beispielsweise eine experimentelle Studie zur atopischen Dermatitis aufgearbeitet.

In einem Mausmodell wurde Klinoptilolith-Puder direkt auf entzündete Haut aufgetragen und mit Tacrolimus verglichen.

Sowohl klinische Hautscores als auch histologische Veränderungen verbesserten sich gegenüber der unbehandelten Dermatitis-Gruppe; zwischen Zeolith- und Tacrolimus-Gruppe zeigten sich bei mehreren Parametern keine signifikanten Unterschiede.

Das ist keine Mauke-Studie.

Aber es erweitert unser Verständnis dafür, dass Klinoptilolith nicht nur als „trockenes Pulver“, sondern inzwischen auch bei entzündlichen Hautmodellen wissenschaftlich untersucht wird.

Zeolith bei Mauke: Puder oder Salbe?

Wann würden wir Zeolith-Puder verwenden?

Bei oberflächlichen, feuchten oder nässenden Hautstellen finden wir fein vermahlenes Zeolith-Puder aufgrund seiner adsorptiven Eigenschaften besonders interessant.

Der Gedanke dahinter ist einfach:

Feuchtigkeit aufnehmen und ein trockeneres Hautmilieu unterstützen.

Hier verwenden wir unser fein vermahlenes TIERKRAFT Zeolith Hautpuder.

Wann ist eine Zeolith-Wundsalbe sinnvoller?

Eine trockene, rissige oder bereits abheilende Hautstelle hat andere Bedürfnisse als eine stark nässende Fesselbeuge.

Hier kann eine pflegende Salbengrundlage sinnvoller sein.

Unsere Zeolith-Wundsalbe für Pferd & Hund verbindet fein vermahlenen Klinoptilolith mit einer Salbengrundlage und wird von unseren Kund:innen seit Jahren bei kleinen Verletzungen, gereizten Hautstellen, Narben und auch bei Mauke verwendet.

Unsere einfache Orientierung lautet deshalb:

nässend/feucht → eher Puder

trocken/rissig/pflegebedürftig → eher Salbe

Und natürlich gilt immer:

Nicht nur das Produkt auswählen.

Die Haut anschauen.

Was erleben unsere Kund:innen mit Zeolith bei Mauke?

Gibt es Erfahrungen mit Zeolith bei Mauke?

Ja. Und eine davon kommt direkt aus einem Gestüt.

Aus der STEINKRAFT-Praxis

„Die Wunde ist am Kopf schneller zugeheilt durch die Zeolith-Salbe! Wir setzen sie auch erfolgreich bei Mauke und Sporn ein.“

Gestüt Tasdorf

Das ist eine Kundenerfahrung und keine klinische Mauke-Studie.

Aber genau deshalb zeigen wir sie:

Wir möchten unterscheiden zwischen dem, was wissenschaftlich untersucht wurde, und dem, was Pferdehalter:innen in der Praxis beobachten.

Beides ist für uns wertvoll – solange wir es nicht miteinander verwechseln.

Weitere Erfahrungen mit Zeolith bei Pferden findest du auf unserer Seite Zeolith Pferd Erfahrungen – was Pferdehalter:innen berichten“.

Was haben Milben mit Mauke zu tun?

Können Milben Mauke verursachen?

Milben können insbesondere bei Pferden mit starkem Behang eine Rolle spielen und sollten bei wiederkehrenden Hautproblemen in der Fesselbeuge als mögliche Ursache berücksichtigt werden.

Das ist deshalb interessant, weil wir auch aus diesem Bereich Rückmeldungen zur Anwendung unseres Hautpuders bekommen.

Eine Pferdehalterin berichtete uns von der Anwendung von Zeolith-Hautpuder bei Milben an der Fesselbeuge und beobachtete innerhalb weniger Tage eine deutliche Verbesserung der Haut.

Wichtig:

Milben an der Fesselbeuge sind nicht automatisch dasselbe wie Mauke.

Aber die Erfahrung zeigt sehr schön, warum es sich lohnt, bei Fesselproblemen nicht einfach nur „Mauke“ zu sagen, sondern genauer hinzuschauen.

Soll man bei Mauke die Krusten entfernen?

Darf ich Mauke-Krusten abkratzen?

Fest sitzende Krusten würden wir nicht einfach trocken abreißen.

Wer sie gewaltsam entfernt, kann die darunterliegende Haut erneut verletzen, Schmerzen verursachen und neue kleine Wunden schaffen.

Je nach Befund kann vorsichtiges Aufweichen und Entfernen bereits gelösten Materials Teil einer Behandlung sein.

Aber zwischen

„vorsichtig lösen“

und

„alles herunterkratzen“

liegt ein großer Unterschied.

Welche Rolle spielt die Umgebung bei Mauke?

Muss die Box bei Mauke besonders trocken sein?

Hier kommen wir zu einem Punkt, der für uns bei STEINKRAFT fast genauso wichtig ist wie die Hautpflege.

Denn was hilft eine sorgfältig gepflegte Fesselbeuge, wenn das Pferd anschließend wieder stundenlang auf nasser Einstreu steht?

Deshalb denken wir Mauke von oben und von unten.

Oben:

die Haut trocken und sauber halten.

Unten:

den Untergrund und die Liegefläche beobachten.

Gerade im Herbst kann die Einstreu durch mehr Stallzeit, nasse Hufe und Urin stärker belastet werden.

Wie Feuchtigkeit, Ammoniak und Natur-Zeolith dabei zusammenspielen, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber „Pferdestall im Herbst: Feuchtigkeit & Ammoniak – so bleibt das Stallklima angenehm“.

Warum ist Zeolith-Einstreu bei Mauke interessant?

Was hat HORSEKRAFT Einstreu mit einer Hauterkrankung zu tun?

Sie behandelt die Mauke nicht.

Aber sie hilft uns, einen beeinflussbaren Umweltfaktor zu managen: Feuchtigkeit in der Box.

Unsere HORSEKRAFT Einstreu mit Natur-Zeolith wird ergänzend zur normalen Einstreu besonders dort eingesetzt, wo Feuchtigkeit und Urin anfallen.

Klinoptilolith besitzt nicht nur adsorptive Eigenschaften, sondern kann Ammonium über Ionenaustausch binden.

Damit ergibt sich für uns eine sehr logische Mauke-Strategie:

Haut trocken halten.

Fesselbeuge beobachten.

Matsch managen.

Box trocken halten.

Wer mehr über diesen Einsatz wissen möchte, findet in unserem Fachartikel „Zeolith-Einstreu – Ammoniak binden und Pferdestall trocken halten“ die Hintergründe zu Klinoptilolith, Einstreu und Ammoniumbindung.

Mauke und Strahlfäule – hängt das zusammen?

Kann ein Pferd gleichzeitig Mauke und Strahlfäule bekommen?

Natürlich – denn es handelt sich um zwei unterschiedliche Probleme.

Mauke betrifft die Haut der Fesselbeuge.

Strahlfäule betrifft den Huf beziehungsweise den Strahl.

Aber beide haben eine wichtige Schnittstelle:

Feuchtigkeit und ungünstige Umweltbedingungen.

Deshalb schauen wir bei einem Pferd mit Mauke im nassen Herbst automatisch auch einen Stock tiefer.

Huf auskratzen.

Strahlfurchen kontrollieren.

Riechen.

Auf schwarze, schmierige Bereiche achten.

Und umgekehrt gilt dasselbe.

Wenn ein Pferd wegen Strahlfäule behandelt wird, lohnt sich auch ein Blick auf seine Fesselbeugen.

In unserem ausführlichen Ratgeber „Strahlfäule beim Pferd – Ursachen, Symptome, Behandlung & Vorbeugung“ erklären wir dieses Thema im Detail.

Und wer sehen möchte, wie Zeolith-Hufpuder in der Praxis eingesetzt wird, findet dazu unseren Erfahrungsbericht mit der mehrfachen Olympiasiegerin Heike Kemmer, die unser Zeolith-Hufpuder in ihrem Stall verwendet.

Unser STEINKRAFT-Ansatz bei Mauke: oben UND unten

Wenn wir alles zusammennehmen, ergibt sich keine komplizierte Therapieformel.

Sondern eigentlich ein sehr natürlicher Blick auf das Pferd.

1. Haut ansehen

Trocken? Nass? Krustig? Warm? Geschwollen? Schmerzhaft?

2. Ursache überlegen

Matsch? Feuchtigkeit? Milben? Hautbarriere? Wiederkehrendes Problem?

3. Hautmilieu passend unterstützen

Bei oberflächlich nässenden Bereichen kann fein vermahlener Zeolith aufgrund seiner adsorptiven Eigenschaften interessant sein.

Bei trockener, rissiger beziehungsweise abheilender Haut kann eine Zeolith-Salbe besser passen.

4. Umgebung kontrollieren

Matsch draußen und feuchte Einstreu drinnen gehören mitgedacht.

5. Grenzen erkennen

Starke Entzündungen gehören diagnostiziert und gezielt behandelt.

Das ist für uns Zeolith-Kompetenz:

Nicht einfach überall Pulver draufgeben.

Sondern verstehen, welche Eigenschaft des Minerals wir an welcher Stelle nutzen wollen.

Wann muss bei Mauke der Tierarzt kommen?

Wann sollte ich Mauke nicht mehr selbst behandeln?

Bitte nicht wochenlang mit verschiedenen Hausmitteln experimentieren, wenn sich der Zustand verschlechtert.

Tierärztlich abklären würden wir insbesondere:

  • deutliche Schwellungen

  • starke Wärme

  • Schmerzen

  • Lahmheit

  • stark nässende oder eitrige Bereiche

  • rasche Ausbreitung

  • ausgeprägten Juckreiz

  • Verdacht auf Milben

  • starke Hautverdickungen

  • immer wiederkehrende Mauke

  • fehlende Besserung trotz sinnvoller Pflege.

Denn Mauke beschreibt zunächst was wir sehen.

Nicht automatisch, warum es entstanden ist.

Kann man Mauke vorbeugen?

Was kann ich im Herbst tun, damit Mauke gar nicht erst entsteht?

Nicht jede Mauke lässt sich verhindern.

Aber wir können einiges tun, damit Haut und Umgebung nicht unnötig belastet werden.

Matschbereiche beobachten.

Dauerhaft feuchte Fesselbeugen vermeiden.

Nasse Einstreu entfernen.

Für trockene Liegeflächen sorgen.

Fesselbeugen regelmäßig mit der Hand kontrollieren.

Bei Pferden mit starkem Behang besonders genau hinschauen.

Hufe auskratzen und gleichzeitig die Fesselbeuge kontrollieren.

Kleine Hautveränderungen früh wahrnehmen.

Und gesunde Haut nicht ständig prophylaktisch mit aggressiven Mitteln behandeln.

Denn eine intakte Hautbarriere ist selbst ein erstaunlich guter Schutz.

Unser kleines Herbst-Ritual: einmal mit der Hand hinunterfahren

Wenn du dein Pferd im Herbst von der Koppel holst, fahr einmal bewusst mit der Hand an jedem Bein hinunter.

Über das Röhrbein.

Zum Fesselkopf.

Und hinein in die Fesselbeuge.

Ist sie trocken?

Warm?

Geschwollen?

Fühlt sich die Haut glatt an?

Oder rau?

Gibt es kleine Krusten?

Zieht dein Pferd das Bein plötzlich weg?

Dann noch die Hufe auskratzen.

Und später beim Misten einmal schauen, wie trocken die Lieblingsliegestelle tatsächlich ist.

Das dauert vielleicht drei Minuten.

Aber wir beginnen damit, Veränderungen wahrzunehmen, bevor sie groß werden.

Und das gefällt uns viel besser als jedes Wundermittel.

Häufige Fragen zu Mauke und Zeolith

❓Was hilft wirklich gegen Mauke beim Pferd?

Das hängt von Ursache und Schweregrad ab. Mauke ist ein Syndrom und keine einzelne Erkrankung. Deshalb gehören passende Hautpflege, Ursachenklärung und die Optimierung von Feuchtigkeit und Haltung zusammen.

❓Kommt Mauke von Matsch?

Matsch allein verursacht nicht automatisch Mauke. Dauerhafte Feuchtigkeit kann jedoch die Hautbarriere belasten und gehört zu den Umweltfaktoren, die gerade bei anfälligen Pferden berücksichtigt werden sollten.

❓Soll man Mauke trocken halten?

Ein dauerhaft feuchtes Hautmilieu sollte möglichst vermieden werden. Gleichzeitig hängt die richtige lokale Behandlung vom jeweiligen Hautzustand ab. Stark entzündete oder nässende Veränderungen sollten fachlich beurteilt werden.

Soll man Mauke waschen?

Bei Verschmutzung kann eine schonende Reinigung notwendig sein. Häufiges Waschen und unzureichendes Trocknen können eine bereits gestörte Hautbarriere jedoch zusätzlich belasten.

Soll man Mauke-Krusten entfernen?

Fest sitzende Krusten sollten nicht gewaltsam abgerissen werden. Je nach Befund kann vorsichtiges Aufweichen und Entfernen gelöster Krusten sinnvoll sein.

Welche Salbe hilft bei Mauke?

Es gibt keine universell beste Mauke-Salbe. Entscheidend ist unter anderem, ob die Haut trocken, rissig, nässend, entzündet oder sekundär infiziert ist. Bei STEINKRAFT verwenden wir unsere Zeolith-Wundsalbe besonders zur Pflege trockener beziehungsweise abheilender Hautstellen.

Hilft Zeolith bei Mauke?

Klinoptilolith besitzt stark adsorptive Eigenschaften und ist besonders dort interessant, wo Feuchtigkeit und ein belastetes Hautmilieu zusammentreffen. Zeolith wird wissenschaftlich im Haut- und Wundmanagement untersucht. Eine klinische Studie zeigte, dass gereinigter Klinoptilolith direkt auf offenen Hautwunden gut vertragen wurde. Einen klinischen Wirksamkeitsnachweis speziell für Mauke beim Pferd gibt es bislang nicht.

Aus unserer Praxis und von Kund:innen haben wir jedoch gute Erfahrungen mit der äußeren Anwendung von Zeolith bei Hautproblemen und auch konkret bei Mauke.

Kann ich Zeolith-Puder auf nässende Mauke geben?

Bei oberflächlichen, feuchten oder nässenden Hautstellen finden wir fein vermahlenen Klinoptilolith aufgrund seiner Fähigkeit, Feuchtigkeit beziehungsweise Exsudat zu adsorbieren, besonders interessant.

Bei tiefen, stark entzündeten, eitrigen oder schmerzhaften Veränderungen sollte zuerst abgeklärt werden, welche Ursache dahintersteckt.

Zeolith-Puder oder Zeolith-Salbe bei Mauke?

Als praktische Orientierung verwenden wir Puder eher dort, wo Feuchtigkeit aufgenommen werden soll. Eine Salbe passt eher zu trockener, rissiger oder pflegebedürftiger Haut.

Entscheidend bleibt immer der tatsächliche Zustand der Haut.

Warum kommt Mauke immer wieder?

Dann können prädisponierende oder aufrechterhaltende Faktoren weiterbestehen. Feuchtigkeit, Milben, Hautbarrierestörungen, mechanische Reizung und individuelle Veranlagung sind einige mögliche Faktoren. Wiederkehrende Mauke sollte tierärztlich abgeklärt werden.

Sind weiße Beine anfälliger für Mauke?

Dafür gibt es wissenschaftliche Hinweise. In einer prospektiven Studie waren unpigmentierte Fesselbereiche häufiger von Pastern Dermatitis betroffen als pigmentierte Bereiche.

Sind Pferde mit Behang anfälliger?

Pferde mit starkem Fesselbehang werden häufiger mit Mauke beziehungsweise Fesseldermatitis vorgestellt. Unter dichtem Behang können Hautveränderungen außerdem leichter übersehen werden; auch Milben sollten bei entsprechenden Symptomen bedacht werden.

Ist Mauke ansteckend?

Mauke selbst ist als Syndrom nicht pauschal ansteckend. Je nach zugrunde liegender Ursache können jedoch beispielsweise Parasiten oder infektiöse Faktoren beteiligt sein.

Kann Zeolith-Einstreu bei Mauke helfen?

HORSEKRAFT Einstreu behandelt keine Mauke. Sie kann aber beim Management eines wichtigen Umweltfaktors unterstützen: einer möglichst trockenen Liegefläche. Der enthaltene Natur-Klinoptilolith unterstützt das Feuchtigkeitsmanagement und bindet Ammonium über Ionenaustausch.

Wann muss ich mit Mauke zum Tierarzt?

Bei deutlicher Schwellung, Wärme, Schmerzen, Lahmheit, Eiter, stark nässenden Stellen, rascher Verschlechterung, ausgeprägtem Juckreiz oder immer wiederkehrender Mauke sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Fazit: Bei Mauke nicht nur auf die Kruste schauen

Der Herbst bringt Regen. Und Regen bringt Matsch. Aber Matsch allein erklärt Mauke nicht. Mauke ist ein komplexes Hautproblem, bei dem verschiedene Ursachen und Umweltfaktoren zusammenspielen können.
Deshalb gefällt uns ein Gedanke besonders: Nicht nur behandeln, was wir sehen. Verstehen, warum es entstanden ist.

Die Haut anschauen. Das Pferd beobachten. Feuchtigkeit managen. Die Box trocken halten. Die Hufe mit anschauen. Und bei stärkeren oder wiederkehrenden Problemen die Ursache abklären lassen.

Natur-Klinoptilolith-Zeolith ist für uns dabei weit mehr als irgendein „Hausmittel“.

Seine poröse Struktur, seine große Oberfläche und seine Adsorptionseigenschaften machen ihn zu einem faszinierenden Naturmaterial gerade dort, wo Feuchtigkeit und ein belastetes Hautmilieu zusammentreffen.

Deshalb nutzen wir ihn beim Pferd auf mehreren Ebenen:

als Puder auf der Haut – als Zeolith-Wundsalbe zur Pflege – und als Bestandteil unserer Einstreu unter dem Pferd.

Oben und unten. Haut und Umgebung. Denn vielleicht beginnt gute Pferdepflege genau dort: nicht erst reagieren, wenn etwas groß geworden ist – sondern früh wahrnehmen, was sich verändert.


Wissenschaft & weiterführendes Wissen

Yu, A. A. (2013): Equine Pastern Dermatitis. Veterinary Clinics of North America: Equine Practice, 29(3), 577–588.
Grundlegende veterinärmedizinische Übersicht zur Equine Pastern Dermatitis als Syndrom sowie zu Ursachen, Diagnostik und Behandlung.

Gerber, V., Kaiser-Thom, S. & Oesch, S. (2023): Equine pastern dermatitis: A narrative review.
Aktuellere wissenschaftliche Einordnung der komplexen Ursachen und Risikofaktoren der Fesseldermatitis.

Deinsberger et al. (2022): Topically administered purified clinoptilolite-tuff for the treatment of cutaneous wounds: A prospective, randomised phase I clinical trial.
Klinische Untersuchung von gereinigtem Klinoptilolith direkt auf standardisierten Hautwunden. Gute Verträglichkeit und interessante histologische Unterschiede; kein signifikanter Unterschied der makroskopischen Wundheilung gegenüber der Standardversorgung.

Becher et al. (2019): Klinische Beobachtungen zur Anwendung tribomechanisch behandelten Klinoptiloliths bei akuten und chronischen Wunden.
Beobachtungsdaten aus der praktischen Wundversorgung, die unter anderem für stark sezernierende beziehungsweise belastete Wundmilieus interessant sind.

Weitere Forschung zu Zeolith & Haut
Studien zu Klinoptilolith bei entzündlicher Haut, Wundexsudat, Adsorption und weiteren dermatologischen Anwendungen haben wir in unserem STEINKRAFT-Forschungsartikel „Zeolith für die Haut: Was Studien zur Wirkung wirklich zeigen“ ausführlich zusammengetragen.

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→ Ende der Weidesaison im Herbst - Fütterung sanft von Gras auf Heu umstellen
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