Es gibt Wissen, das das Leben verändert. Und es gibt Wissen, das man um drei Uhr morgens jemandem erzählen möchte der eigentlich schlafen will.
Dieser Artikel ist für die zweite Kategorie. Alles was hier steht ist wahr. Wissenschaftlich belegt. Völlig nutzlos. Und irgendwie — wenn man lange genug darüber nachdenkt — doch nicht.
Hunde träumen. Wirklich.
Ezra liegt auf seinem Platz. Seine Pfoten zucken. Sein Maul macht kleine Bewegungen. Manchmal ein leises Wuffen. Er jagt. Im Traum.
Hirnstrommessungen zeigen dass Hunde genauso träumen wie Menschen — dieselben Schlafphasen, denselben REM-Schlaf (die Phase in der Träume entstehen). Welpen träumen häufiger — vermutlich weil sie tagsüber so viel Neues verarbeiten müssen. Kleine Hunde träumen öfter als große.
Wovon träumt Ezra? Wahrscheinlich von der Url. Vom Ball. Von Andreas. Vielleicht auch von Mangos. Was er auf keinen Fall träumt: von der Gießkanne.

Hunde erledigen ihr Geschäft in Nord-Süd-Richtung
Wissenschaftler haben 7.000 Beobachtungen ausgewertet und festgestellt: Hunde orientieren sich beim Koten und Urinieren am Magnetfeld der Erde. Sie bevorzugen die Nord-Süd-Achse. Ähnliches wurde auch bei Kühen, Rehen und Füchsen beobachtet. Die Erde zieht. Alle spüren es. Nur wir Menschen nicht mehr.
Das bedeutet: Ezra vor der Reiterstatue in Wien — völlig unbeeindruckt von Touristen und Tauben — hat vermutlich zuerst kurz die Himmelsrichtung gecheckt. Und dann entschieden: hier ist gut. Nord-Süd stimmt. 😄

Der Nasenabdruck ist einzigartig — wie ein Fingerabdruck
Jeder Nasenabdruck ist einzigartig — die Muster aus Rillen und Erhebungen sind bei keinem Hund gleich. Es gibt sogar spezielle Nasenabdruck-Sets für Hunde — man nimmt den Abdruck auf und kann daraus einen Anhänger machen lassen.
Was Ezras Nase alles kann: bis zu 220 Millionen Riechzellen (wir haben fünf Millionen). Er kann riechen ob jemand Angst hat. Er kann Krankheiten riechen. Er kann Insulinabfall beim Menschen riechen bevor dieser es selbst merkt. Er riecht die Gießkanne von weitem. Sofort. Immer.
Paul McCartney hat eine Frequenz für Hunde in einem Beatles-Song versteckt
Am Ende von 'A Day in the Life' — dem letzten Song auf Sergeant Pepper's Lonely Hearts Club Band — hat Paul McCartney 1967 eine Frequenz eingefügt die nur Hunde hören können. Ein Pfeifen jenseits des menschlichen Hörvermögens.
Warum? Weil er es konnte. Weil er seinen Hund liebte. Wenn ihr also Sergeant Pepper auflegt und euer Hund plötzlich aufhorcht, den Kopf schief legt und verwirrt wirkt — das ist Paul McCartney. Der grüßt. Von 1967. 🎵

Links- und Rechtspfoter gibt es wirklich
Bei Menschen sind etwa 90 Prozent Rechtshänder. Bei Hunden ist es ausgeglichener — etwa ein Drittel Rechtspfoter, ein Drittel Linkspfoter, ein Drittel ohne Präferenz. Und — das ist der beste Teil — Linkspfoter sollen kreativ sein und ihre Besitzer immer wieder überraschen.
Wie findet man es heraus? Man beobachtet beim Springen welche Pfote zuerst vorne ist. Mehrmals. Wenn es immer dieselbe ist — das ist die Lieblingspfote. Ist Ezra Links- oder Rechtspfoter? Das ist eine Hausaufgabe. 😄
Hunde wälzen sich in Stinkendem — und das ist Absicht
Ezra kommt vom Spaziergang. Glücklich. Strahlend. Und riecht nach... etwas das wir lieber nicht genauer beschreiben. Das ist kein Versehen. Das ist Evolution.
Wölfe überdecken ihren Eigengeruch zur Tarnung. Je stinkender die Quelle desto besser — das Terrain riecht dann nach Umgebung statt nach Wolf und macht die Jagd leichter. Ezra braucht keine Tarnung. Er jagt keine Beute mehr. Aber das Programm läuft noch. 40.000 Jahre alte DNA. Einfach so.

Hundstage haben nichts mit Hunden zu tun
Die heißesten Tage des Jahres heißen Hundstage — aber nicht weil Hunde bei Hitze leiden. Sondern wegen eines Sterns. Sirius — der hellste Stern am Nachthimmel — gehört zum Sternbild Großer Hund und wurde deshalb Hundsstern genannt. Die Griechen und Römer bemerkten dass Sirius in den heißesten Sommerwochen gemeinsam mit der Sonne aufgeht. Und schlossen daraus: der Hundsstern macht die Hitze.
Völlig falsch. Völlig logisch für 400 vor Christus. Und seitdem nicht mehr korrigiert.
Hunde schwitzen durch die Pfoten
Es ist ein weit verbreiteter Mythos dass Hunde gar nicht schwitzen. Sie schwitzen — aber fast ausschließlich durch die Ballen ihrer Pfoten. Dort sitzen die Schweißdrüsen. Zur Kühlung benutzen Hunde Hecheln — durch das schnelle Ein- und Ausatmen verdunstet Feuchtigkeit aus der Zunge und kühlt von innen.
Die feuchten Pfotenabdrücke die Winnie auf dem Teppich hinterlässt nach einem Sommer-Spaziergang — das ist Schweiß. Offiziell. Wissenschaftlich. Winnie schwitzt auf dem Teppich. 😄

Hunde verstehen bis zu 250 Wörter
Der durchschnittliche Hund versteht etwa 165 Wörter und Gesten. Die schlausten — Border Collies, Pudel, Labrador Retriever — kommen auf bis zu 250. Das entspricht dem Sprachverständnis eines etwa zweijährigen Kindes.
Ein zweijähriges Kind das nie Nein sagt wenn man es fragt ob es Gassi gehen will. Das nie meckert wenn das Futter nicht warm genug ist. Das nie erklärt warum es die Gießkanne nicht mag. In mancher Hinsicht eindeutig das bessere Kleinkind.
Die Ewoks aus Star Wars sind nach einem Hund modelliert

George Lucas — Schöpfer von Star Wars — hat die Ewoks nach seinem Familienhund modelliert. Indiana war ein Alaska Malamute. Groß, flauschig, würdevoll. Indiana hat übrigens auch den Namen des anderen berühmten Lucas-Helden inspiriert: Indiana Jones.
Hunde haben also die Popkultur des 20. Jahrhunderts geprägt. Ohne es zu wissen. Oder vielleicht doch. Man weiß es nicht.
Berühmte Menschen und ihre Hunde — eine kleine Ehrengalerie
Queen Elizabeth II — und ihre Corgis

Über 30 Corgis hat die Queen in ihrem Leben gehalten — alle Nachkommen von Susan, dem Corgi den sie zu ihrem 18. Geburtstag bekam und der sie sogar auf die Hochzeitsreise begleitete. Ein Biograf schrieb einmal: die Queen möge Hunde, Pferde, Männer und Frauen — in genau dieser Reihenfolge.
Lady Diana nannte die Corgis 'wandelnde Teppiche' weil sie immer vor der Monarchin herumwuselten. Die Corgis hatten ein eigenes Zimmer im Buckingham Palast — den Corgi Room — eigene Bedienstete und einen Koch. Zu Weihnachten beschenkte die Queen sie persönlich. Die Tierärzte rieten von Rosinenbrötchen mit Sahne und Erdbeermarmelade ab. Die Queen ließ sie trotzdem servieren. Auf Silbertablett, selbstverständlich. 👑

Peggy Guggenheim — und ihre Lhasa Apsos in Venedig
Peggy Guggenheim — Mäzenin von Dalí, Picasso, Pollock und Kandinsky — fuhr mit ihrer privaten Gondel durch Venedig. Immer mit ihren Lhasa Apsos an Bord. Ihr Grab und das Grab ihrer 14 geliebten Hunde befinden sich auf dem Gelände des Palazzo Venier dei Leoni — heute das Peggy Guggenheim Museum am Canal Grande. Sie wollte auch im Tod neben ihnen liegen. Das war ihr Wunsch. Und er wurde erfüllt.
Otto von Bismarck — und seine Doggen
Bismarck liebte Hunde mit einer Intensität die seinen Zeitgenossen manchmal unheimlich war. Seine Dogge Tyras riss 1878 dem russischen Fürsten Gortschakow den Hosenboden auf — weil der zu wild gestikulierte. Bismarck entschuldigte sich kaum.
"Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes — er ist schneller und gründlicher als ich."
— Otto von Bismarck
"Ich hoffe zuversichtlich, im Himmel meinen Hunden wieder zu begegnen."
— Otto von Bismarck
Friedrich II von Preußen — und Biche
Friedrich der Große hatte eine Whippet-Hündin namens Biche die ihm 1744 geschenkt wurde. Sein letzter Wunsch: neben ihr begraben zu werden. Erst 1991 — 205 Jahre nach seinem Tod — wurde dieser Wunsch erfüllt. Er liegt heute neben Biche auf der Terrasse von Schloss Sanssouci.
Karl Lagerfeld — und Choupette (ja, eine Katze — aber zu gut um sie wegzulassen)
Karl Lagerfeld hatte keine Hunde. Er hatte Choupette — eine Birma-Katze mit eigenem Bodyguard, zwei Assistentinnen, eigenem iPad und einer Vorliebe für Kaviar. Sie verdiente 2014 allein durch Werbeaufträge drei Millionen Euro. Lagerfeld sagte: 'Sie hat mein Herz gestohlen.' Und: 'Ich würde sie heiraten wenn ich könnte.' Nach seinem Tod erbte Choupette einen beträchtlichen Teil seines Vermögens.
"Ich beschwere mich manchmal — sie ist berühmter als ich."
— Karl Lagerfeld über Choupette 😄
Paris Hilton — und Tinkerbell
Paris Hilton machte den Chihuahua zur It-Bag-Alternative der 2000er Jahre. Tinkerbell trug Designerkleidung, reiste im Louis-Vuitton-Täschchen und war auf mehr Titelseiten als die meisten Models. Paris Hilton schrieb sogar ein Buch aus Tinkerbells Perspektive. Tinkerbell verstarb 2015. Paris Hilton trauerte öffentlich. Und kaufte danach weitere Chihuahuas.
Berühmte Filmhunde — eine weitere Ehrengalerie
Kommissar Rex — Österreichs berühmtester Schäferhund kommt aus Bayern
Seit 1994 ermittelt Rex in Wien. In der über 30-jährigen Geschichte wirkten mindestens 19 Schäferhunde mit — acht offizielle Hauptdarsteller und mindestens elf Stunt- und Backup-Hunde. Der neue Rex heißt im echten Leben Capo — ausgebildet von der Filmtierranch in Bayern.
Er frisst Wurstsemmeln — mit ungewürzter Wurst natürlich, wir haben es selbst gestreamt. Und er hat Angst vor Wasser und haut ab wenn er gebadet werden soll. Der 'Wiener Polizeihund' — aus Bayern, badefeindlich, Wurstsemmelliebhaber. Irgendwie sympathisch. 😄
Seit 13. April 2026 ist er zurück — sechs neue 90-minütige Spielfilme auf ORF und SAT.1. Gedreht in Wien und Niederösterreich. We really love our planet. 🐾
Lassie — eigentlich ein Rüde
Lassie ist die berühmteste Hündin der Filmgeschichte. Gespielt wurde sie von einem Rüden namens Pal — dessen Nachkommen noch Jahrzehnte später auf der Leinwand zu sehen waren. Lassie hat einen eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.
Rin Tin Tin — der erste Filmstar auf vier Pfoten
Rin Tin Tin, ein Deutscher Schäferhund, wurde während des Ersten Weltkriegs von einem US-Soldaten in einem zerbombten Stall in Frankreich entdeckt — und wurde später einer der größten Filmstars der 1920er Jahre. Einer Legende zufolge soll er bei der ersten Oscarverleihung 1929 die meisten Stimmen als bester Hauptdarsteller bekommen haben. Die Academy fand das weniger witzig und vergab den Preis an einen Menschen.
Toto — verdiente mehr als Dorothy
Toto aus dem Zauberer von Oz — gespielt von einer Hündin namens Terry — verdiente 125 Dollar pro Woche am Set. Judy Garland die Dorothy spielte bekam 500 Dollar. Für ein Tier in den 1930ern war das revolutionär. Für Judy Garland war es eine Beleidigung.
Marley — der schlechteste Hund der Welt
Marley aus 'Marley & Ich' gilt als der ungehorsamste Filmhund aller Zeiten. Er frisst Möbel. Er reißt Leinen durch. Er übersteht kein einziges Gehorsamkeitstraining. Und am Ende weint ganz Amerika.
Idefix — der Pazifist
Idefix aus Asterix ist der einzige Hund der Weltliteratur der weint wenn ein Baum gefällt wird. Ein Hund mit mehr Umweltbewusstsein als die meisten Menschen.
Und zum Schluss — die schönsten Zitate über Hunde
"Alles Wissen, alle Fragen und Antworten finden sich im Wesen des Hundes."
— Franz Kafka
"Ein Hund spiegelt die Familie. Wer sah jemals einen munteren Hund in einer verdrießlichen Familie oder einen traurigen in einer glücklichen?"
— Arthur Conan Doyle
"Für seinen Hund ist jeder ein Napoleon. Deshalb sind Hunde so beliebt."
— Aldous Huxley 😄
"Hunde sprechen, aber nur mit denen, die zuhören können."
— Orhan Pamuk
"Je mehr man die Menschen kennt, desto mehr schätzt man die Hunde."
— Alphonse Toussenel
"Wir sind allein, vollkommen allein auf diesen Zufallsplaneten. Und von all den vielen Lebewesen hat keines, außer dem Hund, einen Bund mit uns geschlossen."
— Maurice Maeterlinck
Zum Schluss

Wissen macht glücklich. Auch wenn man es nie braucht. Vielleicht besonders dann.
Und beim nächsten Spaziergang wenn Ezra stehen bleibt, sich dreht, kurz innehält — dann wissen wir: er checkt die Himmelsrichtung. Nord-Süd. Alles korrekt. Dann kann es losgehen. 🐾🧡
Und wenn ihr jetzt etwas über Zeolith als Futterzusatz bei Hunden lesen wollt, freue wir uns:
⭕️ Wirkung, Anwendung, Erfahrung - Überblick & Ratgeber zu Zeolith für den Hund
⭕️ Dosierung und Anwendung von Steinkraft Zeolith beim Hund. Ein Leitfaden für Hundefreunde.

