Arthrose beim Hund - was wirklich hilft, was die Wissenschaft sagt und wie du deinen Hund gut begleitest

Arthrose beim Hund - was wirklich hilft, was die Wissenschaft sagt und wie du deinen Hund gut begleitest

Bakku ging in seinen letzten Jahren langsamer durchs Dorf. Aber er ging. Alle kannten ihn. Er kannte alle.

Er war der Hund meiner Eltern — unter der Woche der brävste Aufpasser den man sich vorstellen kann. Verbell-Experte. Ordnungshüter. Er kannte jeden der zum Dorf gehörte. Und die die nicht dazugehörten — die merkten das sofort. Die Paketboten leider auch. Das war nicht immer reibungsfrei.

Am Wochenende wenn der Besuch aus Wien kam verwandelte er sich in einen anderen Hund. Heute ist kein Schultag. Er jagte Stöcken nach, tobte, spielte — vergaß alles was er je gelernt hatte.

Aber in seinen letzten Jahren dauerte das Aufstehen länger. Er reckte sich erst, stand kurz — und dann kam er wirklich auf. Langsamer. Er machte jeden Meter noch. Er war noch immer er selbst. Nur anders.

Wir dachten: es ist halt das Alter. Stimmt auch. Aber Alter allein erklärt nicht alles. Oft steckt Arthrose dahinter. Und Arthrose ist nicht Schicksal — sie ist begleitbar.

Was ist Arthrose überhaupt?

Stell dir vor jedes Gelenk ist wie ein perfekt konstruiertes Scharnier. Die Knochen sind mit Knorpel (einem glatten, elastischen Gewebe das wie ein Stoßdämpfer zwischen den Knochen wirkt und Stöße abfedert) überzogen. Dazu gibt es Gelenkflüssigkeit (eine zähflüssige Substanz die das Gelenk schmiert und den Knorpel mit Nährstoffen versorgt) — und alles gleitet reibungslos.

Bei Arthrose — auch Osteoarthrose (chronischer Gelenkverschleiß durch Abnutzung des Knorpels) genannt — wird dieser Knorpel dünner, rissiger, poröser. Irgendwann reibt Knochen auf Knochen. Das verursacht Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen. Weil der Körper versucht das Gelenk zu stabilisieren bildet er Osteophyten (knöcherne Auswüchse am Gelenkrand) — die die Beweglichkeit weiter einschränken.

Arthrose ist nicht heilbar. Aber sie ist sehr gut begleitbar.

Wie häufig ist Arthrose beim Hund?

Häufiger als die meisten denken. 2 von 10 Hunden entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Arthrose. Bei Hunden über 8 Jahren sind es bis zu 80%. Besonders betroffen sind große Rassen — Labrador Retriever, Berner Sennenhund, Deutscher Schäferhund — aber auch kleine Hunde können Arthrose bekommen, besonders nach Kniescheibenproblemen oder Kreuzbandriss.

Woran erkenne ich Arthrose?

Das ist die schwierige Frage. Denn Hunde zeigen Schmerz sehr wenig. Sie klagen nicht. Sie humpeln manchmal — aber oft erst wenn die Arthrose schon weit fortgeschritten ist.

Die frühen Zeichen sind subtiler. Der Hund steht nach dem Liegen langsam auf — steif, zögernd, reckt sich erst. Läuft sich dann aber ein — das nennt man die Einlaufphase und ist ein klassisches Arthrose-Zeichen. Er zögert beim Treppensteigen. Er springt nicht mehr ins Auto. Er spielt weniger. Er sucht häufiger weiche, warme Plätze. Er wirkt irgendwie... schwerer. Weniger er selbst.

Bakku war so. Langsamer — aber noch da. Noch immer er selbst.

Immer zuerst: zum Tierarzt

Arthrose wird durch Röntgen diagnostiziert. Nur der Tierarzt kann sagen ob und wie stark die Gelenke betroffen sind — und welche Behandlung sinnvoll ist. Schmerzmittel, Entzündungshemmer, manchmal Physiotherapie (gezielte Übungen, Massagen, Unterwasserlaufband) — das alles entscheidet der Tierarzt.

Bitte nie eigenmächtig Schmerzmittel aus der Hausapotheke geben. Was für Menschen funktioniert kann für Hunde lebensgefährlich sein. Ibuprofen und Paracetamol zum Beispiel können beim Hund Magengeschwüre bis hin zum Magendurchbruch verursachen.

Was hilft wirklich — was sagt die Wissenschaft?

Der Markt ist voll von Gelenkprodukten. Wir halten uns an die Wissenschaft — weil sie uns leitet, als Anker, nicht als Doktrin. Und manchmal fühlen wir etwas das sie noch nicht erklären kann. Beides hat seinen Platz. Aber hier zuerst das was die Forschung sagt.

Omega-3-Fettsäuren — die stärkste Evidenz

Eine systematische Meta-Analyse aus 2022 die 57 Studien und 72 klinische Tests ausgewertet hat kam zu einem klaren Ergebnis: Omega-3-Fettsäuren — aus Fischöl oder Algenöl — zeigen die stärkste und klarste Wirkung bei Arthrose beim Hund. Sie wirken entzündungshemmend (hemmen Entzündungsprozesse im Körper) und helfen dem Hund tatsächlich besser zu laufen, mehr Gewicht auf die betroffenen Gliedmaßen zu setzen.

Lachsöl täglich ins Futter — das ist eine der am besten belegten Maßnahmen die du für deinen Hund mit Arthrose tun kannst.

Glucosamin und Chondroitin — die nüchterne Antwort

Glucosamin (ein Aminozucker der als Baustein für Gelenkknorpel dient) und Chondroitin (ein natürlicher Bestandteil des Gelenkknorpels der Wasser bindet und dem Knorpel Elastizität gibt) — diese beiden Stoffe sind in fast jedem Gelenkprodukt. Und die Wissenschaft ist gespalten.

Die Meta-Analyse aus 2022 zeigte eine sehr deutliche Nicht-Wirkung dieser Kombination und empfahl sie nicht mehr für das Schmerzmanagement bei Arthrose. Eine ältere klinische Studie mit 35 Hunden hingegen zeigte nach 70 Tagen signifikante Verbesserungen bei Schmerz und Belastbarkeit. Die Aussage der Wissenschaft: manchen Hunden hilft es, anderen nicht — und die Wirkung braucht Zeit, mindestens 6 bis 8 Wochen.

Wir sagen dir das — weil du das verdienst zu wissen. Wenn du es gibst: mindestens 2 Monate probieren, dann ehrlich beobachten ob sich etwas verändert.

Grünlippmuschel — naturbelassen und interessant

Die Grünlippmuschel (eine Miesmuschel aus Neuseeland die natürliche Glykosaminoglykane — also Bausteine für Knorpelgewebe — und Omega-3-Fettsäuren enthält) ist naturbelassener als industriell hergestelltes Glucosamin. Studien zeigen moderate positive Effekte. Eine sinnvolle Ergänzung — besonders als nicht-entfettetes Pulver.

Gewichtskontrolle — unterschätzt und hochwirksam

Jedes Kilo zu viel belastet die Gelenke zusätzlich. Gewichtsreduktion bei übergewichtigen Hunden ist eine der wirksamsten Maßnahmen überhaupt. Kein Produkt der Welt ersetzt das.

Physiotherapie und Bewegung — sanft aber täglich

Viele kurze Spaziergänge statt wenige lange. Schwimmen ist ideal — es entlastet die Gelenke und stärkt die Muskeln. Starke Muskeln rund um das Gelenk schützen es und verlangsamen den Verschleiß. Keine abrupten Stopps, kein hohes Springen, kein langer Lauf auf Asphalt.

 

Und Zeolith — warum macht es Sinn?

Zeolith ist kein Arthrosemittel. Das ist wichtig zu sagen — und wir sagen es.

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Aber Zeolith ist ein sinnvoller Begleiter. Arthrose verläuft in Schüben. In diesen Schüben entzündet sich das Gelenk — es wird warm, schwillt an, schmerzt stärker. Diese Entzündungen werden unter anderem durch Schadstoffe, Stoff-wechselprodukte und Toxine im Körper befeuert. Ein Körper der mit Schwermetallen, Mykotoxinen (giftigen Stoffwechselprodukten von Schimmelpilzen) und Ammoniak (einem Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels das in zu großen Mengen Entzündungen fördert) belastet ist hat mehr stille, chronische Entzündungen — auch in den Gelenken.

Zeolith bindet genau diese Stoffe bereits im Darm. Weniger Schadstoffe — weniger systemische Entzündung (eine stille, dauerhafte Entzündung die sich im ganzen Körper ausbreitet und viele Erkrankungen befeuert) — das entlastet auch die Gelenke.

Dazu liefert Zeolith natürliches Silicium (ein Mineralstoff der für Bindegewebe, Knorpel, Sehnen und Knochen essenziell ist) im Ionenaustausch (einem natürlichen Prozess bei dem das Mineral Schadstoffe aufnimmt und nützliche Mineralien abgibt) an den Körper.

Und im Alter — wenn Leber und Nieren langsamer arbeiten und Schadstoffe weniger effizient abbauen — ist diese Entlastung besonders wertvoll.

Bakku bekam in seinen letzten Jahren immer wieder Zeolith ins Futter. Laut Mama war er danach vitaler. Sprang herum wie ein Junger. Für einen Tag. Dann war er wieder Bakku — der langsam aufsteht, sich reckt, und dann in andere Gänge kommt. Aber er kam. 🐾

 

Dixi — und was die Wissenschaft noch nicht erklären kann

Wir halten uns an die Wissenschaft. Und manchmal fühlen wir etwas das sie noch nicht erklären kann.

Dixi war der Hund meines Bruders — oder eigentlich: Dixi war der Hund den mein Bruder als kleiner Junge selbst organisiert hat. Er kaufte sich eine Züchterzeitschrift, rief Zuchten an, überredete unseren Papa 300 km zur Zucht zu fahren. Mama wollte keinen Hund. Dann war Dixi da.

Einmal war mein Bruder eine Woche lang mit der Schule Schifahren. Eines Morgens humpelte Dixi — den ganzen Tag lang. Am Nachmittag kam der Anruf: mein Bruder hatte sich das Bein gebrochen. Dixi humpelte auf derselben Seite wie der Bruch.

Naturwissenschaft sagt: Zufall. Vielleicht. Aber vielleicht gehört dieses Phänomen einfach noch nicht zur Naturwissenschaft. Noch nicht.

Wir glauben an das Heilende liebevoller Gedanken. An die Energie die wir unseren Tieren schicken können. Und daran dass sie uns spüren lassen dass sie ankommt. Das ist kein Widerspruch zur Wissenschaft. Es ist eine andere Art hinzuschauen. Und das Leben zu erleben.

 

Was du konkret tun kannst

 

    Täglich Lachsöl oder Algenöl ins Futter — die am besten belegte natürliche Maßnahme bei Arthrose

    Gewicht kontrollieren — jedes Kilo weniger ist echter Gelenkschutz

    Sanfte regelmäßige Bewegung — viele kurze Spaziergänge statt wenige lange. Schwimmen wenn möglich

    Weiche, warme Liegeplätze — in der Nähe der Heizung oder des Ofens. Kissen regelmäßig waschen und mit AM+PLUS Mikroorganismen einsprühen

    DOGKRAFT Zeolith täglich ins Futter — als Begleiter der stille Entzündungen reduziert und Silicium für Bindegewebe und Knorpel liefert

    Bei Schmerzen und Schüben: Wärme hilft — Rotlichtlampe, Wärmekissen. Bei akuter Entzündung lieber kühlen

    Nie eigenmächtig Humanmedikamente geben — Ibuprofen und Paracetamol können für Hunde lebensgefährlich sein

    Immer: Tierarzt. Er stellt die Diagnose und entscheidet die Behandlung

 

Was unsere Kunden erlebt haben

 

"Unser alter Rüde war träge, lustlos, einfach nicht mehr er selbst. Wir dachten, es ist halt das Alter. Seit wir Zeolith geben, ist er viel lebendiger und wirkt insgesamt entlasteter. Ich wünschte, wir hätten das früher probiert."
 — Maria und Helmut S. ⭐⭐⭐⭐⭐

 

"Jeden Tag bekommt unser Hund seine Ration Zeolith von Steinkraft ins Futter — und das von Anbeginn an, seit mehr als 5 Jahren. Der Tierarzt ist bei jeder Kontrolle begeistert über seine Statur und seine Zähne."
 — A.J. ⭐⭐⭐⭐⭐

 

Quellenverzeichnis

Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Er soll informieren und begleiten — nicht ersetzen. Immer wieder der guten Form halber. Ich denke, unseren Kunden ist das eh klar.

 

Nr.

Autor/Jahr

Thema

Quelle

1

Barbeau-Grégoire et al. (2022)

Systematic Review & Meta-Analysis: Nutraceuticals bei Arthrose Hund/Katze — Omega-3 wirksam, Glucosamin-Chondroitin nicht

PubMed / PMC 9499673

2

McCarthy et al. (2007)

Randomisierte Doppelblindstudie: Glucosamin/Chondroitin bei Arthrose beim Hund — signifikante Verbesserung nach 70 Tagen

PubMed 16647870

3

Pye et al. (2024)

Current evidence for non-pharmaceutical treatments of canine osteoarthritis

Journal of Small Animal Practice, Wiley

4

Bhathal et al. (2017)

Glucosamin und Chondroitin bei Arthrose beim Hund — Review

Open Veterinary Journal / PMC 5356289

5

Vandeweerd et al. (2015)

Review of dietary supplements for management of osteoarthritis in dogs

PubMed 26205697

6

Januškevičius et al. (2013)

Klinoptilolith-Zeolith als Futterzusatz bei Hunden — Kotqualität, Blutparameter

Veterinarija ir Zootechnika 64(86)

 

Zum Schluss

Arthrose ist kein Urteil. Kein Versagen. Kein nicht mehr gut genug sein.

Es ist anders. Der Körper verändert sich — wird langsamer, steifer, braucht mehr Zeit. Aber anders ist nicht weniger. Anders ist einfach anders.

Bakku ging in seinen letzten Jahren langsamer durchs Dorf. Aber er ging. Alle kannten ihn. Er kannte alle. Er wusste noch immer wer dazugehört und wer nicht — die Paketboten leider auch. Er war noch immer er selbst. Nur anders.

Was ein Hund mit Arthrose braucht ist kein Mitleid. Er braucht Fürsorge. Aufmerksamkeit. Einen Menschen der hinschaut — nicht mit Sorge, sondern mit Liebe. Der das Tempo anpasst. Der den langsameren Spaziergang nicht als Verlust sieht sondern als Geschenk der Langsamkeit.

Vielfalt gehört zum Leben. Auch die Vielfalt der Körper, der Geschwindigkeiten, der Arten zu sein. Ein Hund der langsamer aufsteht ist nicht weniger Hund. Er ist Hund — mit Geschichte, mit Würde, mit allem was er war und noch ist.

Begleiten ist genug. Manchmal ist es alles. 🐾

 

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Über die Autorin

Michaela Schirmbrand-Pfeiffer

Co-Gründerin von STEINKRAFT Nature Rocks. Sie glaubt dass gesunde Tiere, gesunde Böden und gesunde Menschen zusammengehören — und dass Natur keine Abkürzung braucht. Ezra, ihr LabradorRetriever, ist ihr täglicher Praxistest. Er liebt Bäche, hasst Gießkannen und macht nach drei Bällen eine Pause. We really love our planet. 🐾

 

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