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Spinat — was wirklich drin steckt, warum Popeye recht hatte und was Blattdüngung damit zu tun hat

Popeye hatte recht. Nicht wegen des Eisens — aber dazu gleich mehr. Spinat ist tatsächlich eines der nährstoffreichsten Blattgemüse die wir kennen. Und er ist gleichzeitig eines der am meisten missverstandenen.

Der Eisenmythos. Die Oxalsäure-Warnung. Die Frage ob roh oder gekocht. Spinat hat mehr Geschichten als die meisten anderen Gemüse. Und hinter jeder dieser Geschichten steckt etwas Interessantes — wenn man genau hinschaut.


Die Popeye-Geschichte — und das Komma das alles veränderte

Der Mythos dass Spinat besonders viel Eisen enthält entstand in den 1870er Jahren. Der deutsche Chemiker Erich von Wolf untersuchte den Eisengehalt von Spinat — und machte dabei einen Fehler der Geschichte schrieb. Er setzte das Komma an der falschen Stelle. Statt 2,7 mg Eisen pro 100 Gramm schrieb er versehentlich 27 mg — das Zehnfache.

Dieser Fehler blieb jahrzehntelang unbemerkt. Und Popeye wurde auf Basis dieser falschen Zahl zur Spinat-Ikone.

Die Wahrheit: Spinat enthält etwa 2,7 mg Eisen pro 100 Gramm frisches Blatt. Das ist relevant — aber nicht außergewöhnlich. Linsen enthalten mehr. Kürbiskerne enthalten mehr. Fleisch enthält Eisen in einer Form die der Körper viel besser aufnehmen kann.

Aber — und das ist entscheidend — Spinat enthält gleichzeitig Vitamin C das die Eisenaufnahme erheblich verbessert. Und er enthält Folat, Magnesium, Vitamin K, Betacarotin, Lutein, Zeaxanthin, Kaempferol und Chlorophyll in Mengen die wirklich beeindruckend sind.

Popeye hatte recht. Nur aus anderen Gründen als er dachte.

Was wirklich im Spinat steckt — das vollständige Nährstoffprofil

Folat — das unterschätzteste Vitamin

Folsäure ist ein B-Vitamin das für Zellreifungs- und Zellteilungsprozesse im Körper essenziell ist. Für Schwangere ist es unverzichtbar — Folsäuremangel in der frühen Schwangerschaft ist eine der häufigsten Ursachen für Neuralrohrdefekte. Aber auch für alle anderen ist es wichtig: für das Immunsystem, für die Blutbildung, für die Zellerneuerung.

Spinat gehört zu den besten natürlichen Folat-Quellen die es gibt.

Vitamin K — der unterschätzte Knochenbaustoff

Vitamin K ist weit mehr als ein Gerinnungsvitamin. Neuere Forschung zeigt seine zentrale Rolle bei der Knochengesundheit — es aktiviert Proteine die Calcium in die Knochen einlagern. Spinat enthält Vitamin K in außergewöhnlich hoher Konzentration.

Lutein und Zeaxanthin — für die Augen

Lutein und Zeaxanthin zählen zu den Carotinoiden und sind wichtig für gesunde Augen. Sie schützen die Netzhaut vor UV-Schäden und können altersbedingter Makuladegeneration (dem Verschleiß der Netzhautmitte die für das scharfe Sehen zuständig ist) entgegenwirken. Spinat ist eine der reichsten Quellen für beide Stoffe.

Kaempferol — der entzündungshemmende Pflanzenstoff

Kaempferol hat starke antioxidative Eigenschaften und kann chronischen Erkrankungen vorbeugen. Es ist derselbe Stoff den wir vom Brokkoli kennen — und er wirkt in Spinat in ähnlich konzentrierter Form.

Quercetin — das Antioxidans aus der Zwiebel

Ja — Spinat enthält auch Quercetin, das Flavonoid (ein sekundärer Pflanzenstoff mit schützender Wirkung) das wir aus der roten Zwiebel kennen. Quercetin zählt zu den Antioxidantien und kann Infektionen und Entzündungen im Körper reduzieren.

Chlorophyll — mehr als grüner Farbstoff

Chlorophyll (der grüne Farbstoff in dem die Photosynthese stattfindet) ist nicht nur für die Pflanze wichtig. Im menschlichen Körper wirkt es als natürliches Antioxidans, unterstützt die Leberfunktion und hat eine entgiftende Wirkung. Dunkelgrüner Spinat mit intensiver Farbe enthält mehr Chlorophyll — und damit mehr von all diesen Wirkungen.

Magnesium — der Energiemineral

Spinat ist eine der besten pflanzlichen Magnesiumquellen. Magnesium ist an über 300 enzymatischen (durch Enzyme gesteuerten chemischen) Prozessen im Körper beteiligt — Muskelfunktion, Nervenfunktion, Energiestoffwechsel. Ein Magnesiummangel macht sich durch Muskelkrämpfe, Müdigkeit und Nervosität bemerkbar.

Nitrat — das kontroverse Molekül

Spinat ist für seinen hohen Gehalt an Nitraten bekannt, die eine gesunde Herzfunktion unterstützen. Nitrat wird im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt das Blutgefäße erweitert und den Blutdruck senken kann. Das ist ein echter gesundheitlicher Vorteil — besonders für Sportler die Nitrat als natürliches leistungssteigerndes Mittel nutzen.

Die Oxalsäure-Frage — wie gefährlich ist sie wirklich?

Oxalsäure (eine organische Säure die in vielen Pflanzen natürlich vorkommt) ist der Grund warum manche Menschen Spinat meiden. Oxalsäure bindet Calcium und Eisen — und macht diese Mineralstoffe für den Körper schwerer verfügbar. Bei Menschen die zu Nierensteinen neigen kann sie problematisch sein.

Aber hier sind zwei wichtige Fakten die die Diskussion in die richtige Perspektive rücken:

Der Oxalsäuregehalt in Spinat variiert je nach Sorte, Alter der Pflanze und Jahreszeit. Spinat reichert während des Wachstums bis zum Monat Juni in den Stielen immer mehr Oxalsäure an — diese hohen Konzentrationen nehmen in den Herbstmonaten wieder ab. Frühlingsspinat und Herbstspinat sind also weniger belastet als Sommerspinat.

Und: Blanchieren (kurzes Überbrühen mit heißem Wasser) reduziert den Oxalsäuregehalt erheblich — das Kochwasser nimmt einen Großteil der Oxalsäure mit. Wer Spinat kurz blanchiert und das Wasser wegschüttet, hat einen deutlich oxalsäurearmen Spinat.

Für gesunde Menschen ohne Neigung zu Nierensteinen ist Oxalsäure im normalen Verzehr kein Problem.

Die Kombination mit Calcium-reichen Lebensmitteln neutralisiert die Oxalsäure zusätzlich — Tomaten zum Spinat, Parmesan auf dem Spinat, Joghurt dazu. Calciumhaltige Tomaten neutralisieren seinen Oxalgehalt.

Roh oder gekocht — was ist besser?

Die Antwort ist: es kommt drauf an was man will.

Rohen Spinat zu essen hat den Vorteil dass die Vitamine und Mineralstoffe vollumfänglich zur Verfügung stehen. Beim Kochen verliert das Gemüse einen Teil der hitzeempfindlichen Vitamine — Vitamin C und Folsäure leiden unter der Hitze.

Gleichzeitig gilt: Betacarotin und Lutein sind fettlöslich (können vom Körper nur in Verbindung mit Fett aufgenommen werden) und werden durch leichtes Erhitzen besser verfügbar. Ein Schuss Olivenöl zum gedünsteten Spinat erhöht die Aufnahme dieser Carotinoide erheblich.

Die praktische Empfehlung: Babyspinat roh im Salat für Vitamin C und Folsäure. Älterer Spinat leicht gedünstet mit Olivenöl für Betacarotin und Lutein. Und für Oxalsäure-sensible Menschen: immer blanchieren und das Kochwasser wegschütten.

Was Blattdüngung mit Spinat zu tun hat — und warum sie hier besonders stark wirkt

Spinat ist ein ausgesprochener Schnellwachser. In guten Bedingungen ist er in 4 bis 6 Wochen erntereif. Diese schnelle Wachstumsgeschwindigkeit bedeutet: er braucht in kurzer Zeit viel — viel Chlorophyll, viel Photosynthese, viel Mineralstoffe.

Und genau hier liegt das Argument für Blattdüngung mit Grünkraft Calcium.

Mehr Chlorophyll durch mehr Photosynthese. Chlorophyll ist das Pigment in dem die Photosynthese stattfindet. Mehr CO₂ direkt im Blatt durch Grünkraft Calcium bedeutet intensivere Photosynthese — und das bedeutet direkt mehr Chlorophyll. Ein tiefes, sattes Grün ist der sichtbare Beweis.

Mehr Lutein, Zeaxanthin und Kaempferol. Diese Stoffe entstehen als Schutzreaktion der vitalen Pflanze — als sekundäre Pflanzenstoffe die die Pflanze bei Energieüberschuss produziert. Mehr Photosynthese — mehr Energie — mehr sekundäre Pflanzenstoffe.

Calcium für stabile Zellwände. Spinat hat durch sein schnelles Wachstum oft dünne, empfindliche Zellwände. Grünkraft Calcium liefert Calcium direkt über das Blatt — stärkere Zellwände bedeuten weniger Schädlingsbefall, weniger Pilzkrankheiten, längere Haltbarkeit nach der Ernte.

Früherer und gleichmäßigerer Schnitt. In den Feldversuchen aus Kolumbien wurde Salat — eine botanisch ähnliche Schnellwachser-Blattkultur wie Spinat — 7 Tage früher geerntet als die Kontrollgruppe. Die Wachstumsrate war um 16,8 Prozent höher. Dasselbe Prinzip gilt für Spinat.

Praktisch: Grünkraft Calcium als feiner Nebel auf die Blätter — früh morgens wenn die Stomata (Blattporen) geöffnet sind. Erste Anwendung 5g auf 1 Liter Wasser. Ab der zweiten Anwendung alle 10-14 Tage 20-30g auf 1 Liter. Im Beet oder im Topf auf dem Balkon — dasselbe Prinzip.

Was der Boden für Spinat bedeutet

Spinat ist anspruchsvoll was den Boden betrifft.

pH-Wert: 6,5 bis 7,5 — leicht sauer bis neutral. Bei zu saurem Boden nimmt Spinat kaum Eisen und Magnesium auf.

Stickstoff: Spinat ist ein Starkzehrer (eine Pflanze die viele Nährstoffe für ihr schnelles Wachstum benötigt) — er braucht viel Stickstoff für die intensive Chlorophyllbildung. Auf gut versorgte Böden mit aktivem Bodenleben reagiert er sofort positiv.

Feuchtigkeit: Gleichmäßige Feuchtigkeit ist entscheidend. Trockenstress führt sofort zu Blütenbildung (Schossen) — der Spinat schießt in die Höhe und wird bitter. BODENKRAFT PUR Zeolith im Boden puffert Trockenphasen ab.

Bodenleben: Ein aktives Bodenmikrobiom (die Gemeinschaft nützlicher Mikroorganismen im Boden) macht Stickstoff, Eisen und Magnesium pflanzenverfügbar. AM+PLUS Mikroorganismen alle 3-4 Wochen ins Gießwasser gibt dem Spinat das Bodenleben das er braucht.

Spinat richtig essen — drei wichtige Tipps

Mit Vitamin C kombinieren. Zitronensaft über den Spinatsalat, Tomaten dazu, Paprika dazuschneiden — Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme aus dem Spinat erheblich.

Mit Fett kombinieren. Olivenöl, Butter, Nüsse — fettlösliche Carotinoide wie Lutein und Betacarotin werden mit Fett viel besser aufgenommen.

Nicht aufwärmen. Aufgewärmter Spinat enthält erhöhte Nitritwerte (Abbauprodukte von Nitrat die in größeren Mengen problematisch sein können) — wer Spinat kocht sollte ihn frisch essen oder schnell abkühlen und kühl lagern.


Die kurze Zusammenfassung

Spinat ist ein echtes Superfood — aber nicht wegen des Eisens das Popeye berühmt machte. Sondern wegen Folat, Vitamin K, Lutein, Zeaxanthin, Kaempferol, Quercetin, Chlorophyll und Magnesium.

Und der Schlüssel zu einem wirklich nährstoffreichen Spinat liegt — wie immer — im Boden und in der Photosynthese. Ein dunkelgrüner, intensiv wachsender Spinat auf mineralreichem Boden mit regelmäßiger Blattdüngung hat mehr von all diesen Stoffen als ein blasser, langsam wachsender Spinat auf ausgelaugtem Boden.

Das Komma sitzt diesmal an der richtigen Stelle.


Was sekundäre Pflanzenstoffe sind und warum Photosynthese sie bestimmt — im Photosynthese-Artikel.

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Quellen: Artgerecht.com, Spinat Inhaltsstoffe und Wirkung | Liebherr FreshMAG, Spinat als Superfood | Schnelleinfachgesund.de, Spinat Mythos und Wahrheit | Utopia.de, Spinat Nährstoffe und Eisengehalt | AOK Magazin, Oxalsäure in Lebensmitteln | UMID Colombia S.A.S., Feldversuche Salat Kolumbien 2017-2018

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