Kompostieren ist eine der ältesten und sinnvollsten Methoden der Gartenarbeit. Du gibst der Natur zurück, was du ihr entnommen hast – Küchenabfälle, Rasenschnitt, Laub, Pflanzenmaterial – und bekommst dafür nach einigen Monaten einen dunkel-krümeligen, nährstoffreichen Humus, der deinen Boden belebt und deine Pflanzen nährt.
So weit, so bekannt. Aber was die wenigsten wissen: Kompost und Zeolith zusammen sind eine unschlagbare Kombination. Nicht weil Zeolith Kompost ersetzt – das tut es nicht und soll es nicht – sondern weil es die Schwächen des Kompostierens ausgleicht und die Stärken verstärkt.
Was meinst du? Klingt das nach Marketing? Verständlich. Lass uns ehrlich schauen, was wirklich passiert.
Das Problem mit normalem Kompost
Kompost ist großartig. Aber er hat Schwächen, die viele Gärtner kennen:
Nährstoffe gehen verloren. Beim Kompostieren entstehen Nährstoffe – aber ein Teil davon, vor allem Stickstoff in Form von Ammonium und Ammoniak, verflüchtigt sich in die Luft oder wird ausgewaschen. Du riechst das manchmal sogar: Wenn dein Komposthaufen intensiv nach Ammoniak riecht, verlierst du gerade wertvolle Nährstoffe.
Gerüche sind ein echtes Problem. Besonders im Sommer kann ein Komposthaufen unangenehm riechen – Ammoniak, Schwefelverbindungen, Fäulnis. Das ist nicht nur lästig für Nachbarn und Familie, sondern auch ein Zeichen dafür, dass etwas im Kompostierprozess nicht optimal läuft.
Die Qualität schwankt. Je nachdem, was und wann du auf den Kompost gibst, variiert die Nährstoffdichte des fertigen Komposts erheblich. Mal ist er reich, mal eher mager.
Schwermetalle und Schadstoffe. Wer viel städtisches Grünmaterial oder Küchenabfälle von unbekannter Herkunft kompostiert, kann unbeabsichtigt Schwermetalle und andere Schadstoffe in den Kompost bringen – die dann im Gartenboden landen.
Zeolith kann bei all diesen Punkten helfen. Nicht durch Magie – sondern durch Physik und Chemie.
Was Zeolith im Kompost konkret tut
Es bindet Ammonium – und rettet Stickstoff
Das ist die wichtigste Wirkung. Zeolith hat eine außergewöhnlich hohe Affinität zu Ammonium (NH₄⁺) – einem positiv geladenen Ion, das beim Abbau von organischem Material entsteht. Zeolith bindet Ammonium an seine negativ geladene Kristallstruktur und verhindert so, dass es als Ammoniak in die Luft entweicht oder mit dem Sickerwasser ausgewaschen wird.
Das Ergebnis: Dein Kompost verliert weniger Stickstoff während des Reifeprozesses. Der fertige Kompost ist nährstoffreicher – und der Geruch während der heißen Kompostierphase deutlich angenehmer.
Es reduziert Gerüche spürbar
Wer Zeolith auf den Komposthaufen gibt, merkt schnell: Es riecht weniger. Das ist direkt mit der Ammonium-Bindung verbunden – weniger Ammoniak in der Luft bedeutet weniger intensiven Geruch. Aber Zeolith adsorbiert auch andere geruchsbildende Verbindungen an seiner porösen Oberfläche.
Das ist besonders angenehm im Sommer, wenn der Komposthaufen auf Hochtouren läuft, oder wenn du frische Küchenabfälle wie Fischinnereien, Fleischreste oder stark riechende Gemüseabfälle zugibst.
Es hält Feuchtigkeit – gleichmäßig
Kompost braucht Feuchtigkeit, um zu reifen. Zu trocken – und der Prozess verlangsamt sich stark. Zu nass – und es entsteht Fäulnis statt Humus. Zeolith puffert die Feuchtigkeit im Kompost: Es nimmt überschüssiges Wasser auf und gibt es langsam wieder ab, wenn der Kompost trocknet. Das hält den Prozess gleichmäßiger – auch wenn mal ein paar trockene Wochen kommen oder ein Regenschauer den Haufen durchweicht.
Es bindet Schwermetalle
Zeolith kann bestimmte Schwermetallionen – darunter Blei, Cadmium und andere – an seine Kristallstruktur binden. Das bedeutet: Wenn dein Kompostmaterial belastetes Material enthält, kann Zeolith einen Teil dieser Schwermetalle immobilisieren. Sie werden dann nicht in dem Maß in den Gartenboden weitergegeben, wie es ohne Zeolith der Fall wäre.
Das ist kein Allheilmittel gegen Schwermetallbelastung – wer ernsthaft belastetes Material kompostiert, hat ein größeres Problem. Aber als zusätzliche Sicherheitsstufe bei normalem Haushaltsmaterial ist es ein echter Mehrwert.
Wie du Zeolith richtig in die Kompostierung integrierst
Methode 1: Schicht für Schicht
Die einfachste Methode: Jedes Mal, wenn du frisches Material auf den Kompost gibst, streust du eine dünne Schicht BODENKRAFT PUR Pulver darüber. Etwa eine kleine Handvoll pro 10 Liter Kompostmaterial reicht aus.
Das Pulver verteilt sich beim nächsten Umsetzen gleichmäßig im Kompost und kommt direkt in Kontakt mit dem organischen Material, wo es am wirkungsvollsten ist.
Methode 2: Beim Umsetzen einmischen
Wenn du deinen Kompost umsetzt – was du regelmäßig tun solltest, um den Reifeprozess zu beschleunigen – ist das der ideale Moment, um Zeolith gründlich einzuarbeiten. BODENKRAFT PUR Pulver in den umgesetzten Kompost einmischen, gut verteilen und wieder aufschichten.
Menge: Etwa 1–2 % des Kompostvolumens. Bei einem 500-Liter-Komposthaufen also etwa 5–10 Liter Zeolith.
Methode 3: In der Komposttonne
Wer eine geschlossene Komposttonne verwendet, hat oft mit Gerüchen und zu hoher Feuchtigkeit zu kämpfen. Hier hilft BODENKRAFT PUR Granulat besonders gut: Eine Schicht Granulat auf dem Boden der Tonne, und nach jeder Befüllung eine kleine Menge dazugeben. Das Granulat nimmt Überschussfeuchtigkeit auf, reduziert Gerüche und hält den Prozess gleichmäßiger.
Methode 4: In der Wurmkiste
Wer mit Würmern kompostiert – also eine Wurmkiste betreibt – kann Zeolith ebenfalls einsetzen. Die Würmer profitieren von einem gut gepufferten Milieu, und Zeolith hilft dabei, pH-Wert-Schwankungen auszugleichen. Eine kleine Menge BODENKRAFT ZEOLITH PUR Pulver regelmäßig unter das Wurmfutter mischen.
Den fertigen Kompost noch wertvoller machen
Hier kommt ein Tipp, den viele nicht kennen: Zeolith kann nicht nur während des Kompostierens helfen – es kann auch dem fertigen Kompost zugegeben werden, bevor dieser in den Garten kommt.
Wenn du deinen reifen Kompost mit einer Portion BODENKRAFT ZEOLITH mischst, bevor du ihn ins Beet einarbeitest, kombinierst du zwei Dinge: die organischen Nährstoffe und das Bodenleben aus dem Kompost, und die Nährstoffspeicher- und Wasserpufferfähigkeit des Zeoliths. Der Boden profitiert von beidem gleichzeitig.
Das ist die Idee hinter dem, was manche Gärtner als “aktivierten Kompost” bezeichnen: Zeolith lädt sich mit den Nährstoffen aus dem Kompost auf und gibt sie dann langsam und gleichmäßig an die Pflanzen ab – statt dass die Nährstoffe auf einmal verfügbar sind und dann schnell wieder verschwinden.
Zeolith und Leonardit – die Kombination für langfristigen Humusaufbau
Wer nicht nur kurzfristig düngen, sondern langfristig Humus aufbauen möchte, sollte Zeolith und Leonardit kombinieren. Leonardit ist reich an Huminsäuren – den natürlichen Bausteinen des Humus – und fördert den Aufbau stabiler Bodenaggregate.
Die Kombination aus Zeolith (als mineralischer Nährstoffpuffer und Wasserspeicher) und Leonardit (als organischer Humusaufbauer) ist für ausgelaugte Böden besonders wirkungsvoll: Zeolith stabilisiert sofort, Leonardit baut langfristig auf. Wer seinen Kompost mit beiden Materialien anreichert, gibt seinem Boden ein vollständiges Paket für gesundes, dauerhaftes Bodenleben.
Häufige Fragen zum Thema Zeolith und Kompost
Verändert Zeolith den pH-Wert meines Komposts? Zeolith wirkt als natürlicher pH-Puffer – es verhindert zu starke Schwankungen in beide Richtungen, ohne den pH-Wert drastisch zu verändern. Das ist für die Kompostmikroben positiv, die ein stabiles, leicht basisches bis neutrales Milieu bevorzugen.
Verlangsamt Zeolith den Kompostierprozess? Nein. Zeolith greift nicht in den biologischen Abbauprozess ein. Es verändert nur die physikalischen und chemischen Bedingungen – Feuchtigkeit, Nährstoffverfügbarkeit, pH-Stabilität. Mikroorganismen und Bodenlebewesen profitieren sogar von einem stabileren Milieu.
Kann ich zu viel Zeolith in den Kompost geben? In extremen Mengen kann Zeolith das Substrat sehr minerallastig machen. Halte dich an die empfohlene Menge von etwa 1–2 % des Kompostvolumens – das ist mehr als genug für eine spürbare Wirkung.
Bleibt Zeolith im fertigen Kompost? Ja. Zeolith wird nicht abgebaut und bleibt dauerhaft erhalten. Wenn du den fertigen Kompost in den Garten einarbeitest, kommt das Zeolith mit – und setzt dort seine Arbeit fort. Das ist kein Nachteil, im Gegenteil.
Aktive Mikroorganismen in der Kompostbereitung – das lebendige Herzstück
Zeolith und Leonardit verbessern die chemischen und physikalischen Bedingungen im Kompost. Aber der eigentliche Motor des Kompostierens ist biologisch: Mikroorganismen sind es, die organisches Material abbauen, umwandeln und zu wertvollem Humus machen. Ohne ein aktives Bodenmikrobiom passiert auf dem Komposthaufen – nichts.
Normalerweise bringt frisches Kompostmaterial bereits Mikroorganismen mit. Aber oft ist die Vielfalt begrenzt, die Bedingungen sind nicht ideal, oder das Mikrobiom wurde durch Hitze, Trockenheit oder schlechtes Material geschwächt. Genau hier kommt AM PLUS ins Spiel – unsere aktiven Mikroorganismen, die das Bodenmikrobiom gezielt aufbauen und stärken.
Was Mikroorganismen im Kompost leisten
Ein gut besetzter Komposthaufen ist ein hochkomplexes Ökosystem. Verschiedene Gruppen von Mikroorganismen arbeiten in Phasen zusammen.
In der ersten, heißen Phase übernehmen vor allem thermophile Bakterien – also wärmeliebende Mikroorganismen – die Hauptarbeit. Sie bauen einfache Kohlenhydrate, Proteine und Fette ab, produzieren dabei Wärme und setzen Nährstoffe frei. In dieser Phase entstehen auch die meisten Gerüche, weil der Abbau so intensiv ist.
In der zweiten, kühleren Reifephase kommen Pilze, Actinomyceten (fadenförmige Bakterien) und weitere spezialisierte Mikroorganismen zum Zug. Sie bauen komplexere Strukturen wie Zellulose und Lignin ab – also die Bestandteile von Holz, Stroh und groben Pflanzenresten. Diese Phase ist entscheidend für die Qualität des fertigen Komposts.
Je vielfältiger und aktiver das Mikrobiom, desto schneller und vollständiger läuft dieser Prozess ab – und desto wertvoller wird der fertige Humus.
Wie AM+PLUS den Kompostierprozess beschleunigt und verbessert
AM+PLUS enthält eine breite Gemeinschaft aktiver Mikroorganismen – Bakterien, Milchsäurebakterien, Hefen und weitere nützliche Stämme. Im Kompost eingesetzt wirken sie auf mehrere Arten:
Sie beschleunigen den Abbau von organischem Material spürbar. Was normalerweise sechs bis neun Monate dauert, kann mit einem aktiven Mikrobiom in drei bis vier Monaten fertig sein – besser strukturiert und nährstoffreicher.
Sie unterdrücken schädliche, fäulniserzeugende Mikroorganismen durch Konkurrenz. Ein vielfältiges, gesundes Mikrobiom lässt keinen Raum für Fäulnisbakterien, die für unangenehme Gerüche und minderwertigen Kompost verantwortlich sind.
Sie verbessern die Stickstoffbindung. Bestimmte Bakterienstämme in AM+PLUS können Stickstoff aus der Luft fixieren – also Luftstickstoff in pflanzenverfügbaren Stickstoff umwandeln. Das ist ein natürlicher Nährstoffgewinn ohne jeden Kunstdünger.
Und sie bereiten den Boden vor. Wenn der fertige Kompost mit AM+PLUS ins Beet eingearbeitet wird, bringt er nicht nur Nährstoffe, sondern auch ein aktives, vielfältiges Mikrobiom mit – das sich im Boden weiter etabliert und vermehrt.
Das perfekte Trio: Zeolith & Leonardit & AM+PLUS
Hier wird es richtig interessant: Zeolith, Leonardit und AM+PLUS ergänzen sich auf eine Weise, die mehr ist als die Summe ihrer Teile.
Zeolith schafft in seiner porösen Struktur idealen Lebensraum für Mikroorganismen – die winzigen Hohlräume bieten Schutz vor Austrocknung, pH-Schwankungen und mechanischer Belastung. Mikroorganismen, die sich in Zeolith-Poren ansiedeln, sind stabiler und aktiver als solche, die frei im Boden schwimmen.
Leonardit liefert Huminsäuren, die als natürliche Wachstumsstimulatoren für Mikroorganismen wirken. Huminsäuren verbessern die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen und schaffen optimale Bedingungen für das Bodenleben.
AM+PLUS bringt die aktiven Mikroorganismen, die diese idealen Bedingungen sofort nutzen können.
Das Ergebnis: ein Kompost, der schneller reift, nährstoffreicher ist, besser riecht – und beim Einarbeiten in den Boden ein vollständiges, lebendiges System mitbringt.
Wie du AM+PLUS in der Kompostbereitung einsetzt
Die Anwendung ist denkbar einfach. Beim frischen Material AM+PLUS direkt auf frische Kompostschichten sprühen oder gießen – je nach Produktform als Lösung oder direkt als Granulat einmischen. Besonders wertvoll bei schwer abbaubarem Material wie Holzhäckseln, Stroh oder großen Mengen Rasenschnitt.
Beim Umsetzen des Komposthaufens AM +LUS einarbeiten. Das verteilt die Mikroorganismen gleichmäßig und bringt sie in direkten Kontakt mit noch nicht abgebautem Material.
Gegen Ende der Kompostierung – wenn der Haufen nicht mehr heiß wird – AM+PLUS nochmals zugeben. Jetzt übernehmen die spezialisierten Reife-Mikroorganismen die Feinarbeit und veredeln den Kompost zu hochwertigem Humus.
Und schließlich: Den fertigen Kompost vor dem Einarbeiten mit AM+PLUS anreichern. So bringt der Kompost nicht nur Nährstoffe, sondern auch ein aktives Mikrobiom direkt in den Gartenboden.
Fazit: Kompost, Zeolith, Mikroorganismen – das vollständige System
Kompost allein ist gut. Kompost mit Zeolith ist besser. Kompost mit Zeolith, Leonardit und AM+PLUS ist das vollständige System.
Zeolith macht den Kompostierprozess geruchsärmer, nährstoffreicher und gleichmäßiger. Leonardit baut langfristig Humusstrukturen auf. Und AM+PLUS bringt das biologische Leben, das all das erst möglich macht – schneller, vollständiger und mit mehr Vielfalt, als es ein unbehandelter Kompost je erreichen würde.
Den fertigen Kompost, den du so erzeugst, bringst du in deinen Gartenboden ein – und mit ihm ein lebendiges, aktives System, das dort weiterwächst und deine Pflanzen Saison für Saison besser versorgt.
Das ist keine komplizierte Wissenschaft. Es ist einfach das Beste, was du deinem Boden geben kannst.
Du findest BODENKRAFT PUR Pulver, BODENKRAFT PUR Granulat, Leonardit und AM+PLUS in unserem Shop. Wenn du Fragen hast, wie du die Produkte am besten in deine Kompostierung integrierst, schreib uns gerne. 🌱

Über die Autorin
Michaela Schirmbrand-Pfeiffer ist Unternehmerin, Coach und Co-Founder von STEINKRAFT. Ihr Herzensthema: das Potenzial von Menschen und Erde gleichermaßen. Sie glaubt daran, dass die Erde sich selbst entfaltet – wenn wir ihr den richtigen Raum geben. In ihren Garten-Blogs teilt sie Wissen, das bessere Entscheidungen ermöglicht: für gesunden Boden, nährstoffreiche Lebensmittel und ein Leben im Einklang mit der Natur.

