🍂 Pferdestall im Herbst: Feuchtigkeit & Ammoniak – so bleibt das Stallklima angenehm

🍂 Pferdestall im Herbst: Feuchtigkeit & Ammoniak – so bleibt das Stallklima angenehm

Wenn die Tage kürzer und nasser werden, verändert sich nicht nur das Leben draußen auf der Weide. Auch im Pferdestall beginnt eine andere Zeit. Pferde verbringen wieder mehr Stunden in der Box, nasse Hufe und feuchtes Fell kommen herein – und auch die Einstreu bleibt nicht mehr so leicht trocken.

Spätestens jetzt fällt uns oft etwas auf, das wir im Sommer kaum wahrgenommen haben: 
Dieser typische, manchmal stechende Stallgeruch. Doch ein Pferdestall muss nicht nach Ammoniak riechen. Und genau deshalb lohnt es sich im Herbst, einmal ganz bewusst auf das Stallklima zu schauen.

Pferdestall im Herbst – kurz & knapp

  • Mehr Feuchtigkeit und längere Stallzeiten können die Belastung der Einstreu erhöhen.

  • Aus dem Harn der Pferde kann über mikrobielle Abbauprozesse Ammoniak entstehen.

  • Ammoniak ist nicht einfach nur ein unangenehmer „Stallgeruch“.

  • Besonders wichtig sind trockene Liegeflächen, regelmäßiges Ausmisten und eine gute Belüftung.

  • Natur-Klinoptilolith besitzt eine besondere Fähigkeit, Ammonium über Ionenaustausch zu binden.

  • Zeolith-Einstreu kann deshalb als ergänzender Baustein im Stallmanagement eingesetzt werden.

  • Besonders sinnvoll ist die gezielte Anwendung dort, wo die Box immer wieder feucht wird.

  • Die wichtigste Regel bleibt: Zeolith ersetzt weder Ausmisten noch Lüften – sondern ergänzt gutes Stallmanagement.

Wenn aus Sommer langsam Stallzeit wird

Der Herbst ist eine Übergangszeit. Die Nächte werden länger. Die Temperaturen sinken. Regenperioden nehmen zu, Weiden werden nass und vielerorts verbringen Pferde wieder deutlich mehr Zeit im Stall. Damit verändert sich auch das Mikroklima in der Pferdebox.

Das Pferd bringt Feuchtigkeit über Hufe und Fell mit hinein. Es uriniert in die Einstreu. Feuchte Stellen trocknen langsamer. Gleichzeitig werden Ställe bei kühlerem Wetter manchmal weniger großzügig belüftet als im Sommer.

Genau dann lohnt sich ein genauer Blick nach unten:

Wie trocken ist die Liegefläche eigentlich wirklich?

Und ebenso wichtig:

Wie riecht es in der Box?

Der beste Stallklima-Test beginnt mit der eigenen Nase

Wer morgens eine Box betritt und sofort einen scharfen, stechenden Geruch wahrnimmt, riecht nicht einfach nur „Pferd“. Ein Teil dieses typischen Stallgeruchs kann Ammoniak sein.

Ammoniak (NH₃) entsteht beim Abbau stickstoffhaltiger Verbindungen aus dem Urin. Vereinfacht gesagt wird der im Pferdeurin enthaltene Harnstoff durch Mikroorganismen abgebaut. Dabei kann zunächst Ammonium (NH₄⁺) entstehen, das abhängig von den Bedingungen teilweise als gasförmiges Ammoniak (NH₃) freigesetzt werden kann.

Und genau dieses gasförmige Ammoniak riechen wir. Der Geruch ist deshalb nicht nur ein ästhetisches Thema. Er erzählt uns etwas über das Milieu in der Box.

Warum Ammoniak im Pferdestall ein Thema ist

Pferde haben empfindliche Atemwege. Und sie verbringen viel Zeit mit der Nase genau dort, wo Belastungen entstehen können: nahe am Boden. Beim Fressen von Heu, beim Ruhen und insbesondere beim Liegen befindet sich die Nase des Pferdes unmittelbar über der Einstreu.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Stallumgebung die Atemwege von Pferden beeinflussen kann.

In einer Studie wurde beispielsweise festgestellt, dass die Stallhaltung gegenüber der Weidehaltung zu einem kleinen, aber statistisch signifikanten Anstieg der Ammoniakkonzentration in der Umgebungsluft führte. Gleichzeitig wurden Veränderungen im ausgeatmeten Atemkondensat der Pferde gemessen.

Auch Untersuchungen verschiedener Einstreumaterialien zeigen, wie stark die Wahl und das Management der Einstreu die Ammoniakkonzentration im Stall beeinflussen können.

Gute Stallluft ist deshalb ein wesentlicher Teil guter Pferdehaltung.

Und dabei geht es nicht nur um Ammoniak. Auch Staub, Mikroorganismen, Allergene und eine ausreichende Luftzirkulation spielen eine Rolle.

Feuchtigkeit: der zweite große Herbstfaktor

Ammoniak und Feuchtigkeit hängen im Stall eng zusammen. Wo Urin über längere Zeit in feuchter Einstreu verbleibt, finden Mikroorganismen gute Bedingungen für die Zersetzung organischer Bestandteile. Deshalb ist eine trockene Box nicht nur angenehmer. Sie ist Teil eines guten Stallmanagements. Gerade im Herbst lohnt es sich deshalb, die typischen Problemstellen einer Box zu kennen.

Fast jedes Pferd hat sie.

Die berühmte „Pinkelstelle“

Pferde sind Gewohnheitstiere. Viele haben einen bevorzugten Platz in ihrer Box, an dem sie immer wieder urinieren. Und genau hier macht es wenig Sinn, jeden Tag wahllos die gesamte Box mit großen Mengen eines Zusatzes zu behandeln.
Viel sinnvoller ist:
beobachten – Problemstelle erkennen – gezielt handeln.
Feuchte Einstreu entfernen und die betroffene Stelle behandeln, bevor neu eingestreut wird. Das spart Material und setzt dort an, wo die Feuchtigkeit tatsächlich entsteht.

Und was hat Zeolith damit zu tun?

Jetzt kommen wir zu einem faszinierenden Naturmaterial.
Natur-Zeolith ist ein vulkanisches Mineral mit einer besonderen kristallinen Struktur. Eine der bekanntesten natürlichen Zeolitharten ist Klinoptilolith. Sein Inneres kann man sich vereinfacht wie ein dreidimensionales Gerüst mit winzigen Poren und Kanälen vorstellen. Noch entscheidender für Ammonium ist aber eine andere Eigenschaft:

Klinoptilolith ist ein natürlicher Ionenaustauscher.

Das Kristallgitter trägt negative Ladungen. Zum Ladungsausgleich befinden sich darin austauschbare positiv geladene Ionen – sogenannte Kationen. Ammonium (NH₄⁺) ist ebenfalls positiv geladen.

Trifft gelöstes Ammonium auf Klinoptilolith, kann es gegen andere Kationen im Zeolith ausgetauscht und dadurch im Mineral festgehalten werden.

Vereinfacht gesagt: Der Zeolith bietet dem Ammonium einen Platz in seiner Struktur. Dieser Mechanismus ist wissenschaftlich seit Jahrzehnten untersucht.

In einer klassischen Untersuchung von Bernal und Lopez-Real wurden sowohl die Ammonium- als auch die Ammoniakadsorption verschiedener natürlicher Zeolithe untersucht. Für die getesteten Zeolithe wurden deutliche Aufnahmekapazitäten für beide Stickstoffformen festgestellt.

Auch neuere wissenschaftliche Übersichtsarbeiten bestätigen den Ionenaustausch als einen der wesentlichen Mechanismen, über die Klinoptilolith Ammonium aufnehmen kann.

Ammonium und Ammoniak – wo liegt eigentlich der Unterschied?

Das ist wichtig, denn beide Begriffe werden häufig durcheinandergebracht.

Ammonium (NH₄⁺) ist ein geladenes Ion und liegt beispielsweise gelöst in Feuchtigkeit vor.

Ammoniak (NH₃) ist die ungeladene Form, die gasförmig werden kann – und die wir als stechenden Geruch wahrnehmen.

Zwischen beiden Formen besteht ein chemisches Gleichgewicht, das unter anderem von pH-Wert und Temperatur beeinflusst wird. Für Klinoptilolith ist insbesondere die Aufnahme von Ammonium über Ionenaustausch sehr gut untersucht. Zusätzlich wurden in wissenschaftlichen Untersuchungen auch Adsorptionseffekte gegenüber Ammoniak beschrieben. Das ist eine wichtige Unterscheidung.

Denn statt einfach zu behaupten: „Zeolith schluckt den Geruch“ können wir heute wesentlich genauer erklären, warum das Mineral im Stall interessant ist.

HORSEKRAFT Einstreu: Zeolith gezielt im Pferdestall einsetzen

Genau diesen natürlichen Mechanismus nutzen wir bei unserer HORSEKRAFT Einstreu mit Zeolith.

Sie besteht aus:

hochwertigem Futterkalk
Natur-Zeolith
Bio-Lavendel

Die Mischung wird fein vermahlen. Der Zeolithanteil besitzt bei HORSEKRAFT Einstreu eine Feinheit von etwa 35 µm. Die feine Struktur ermöglicht es, die Mischung gut in die vorhandene Stalleinstreu einzuarbeiten.

Wichtig: HORSEKRAFT ist kein Ersatz für die eigentliche Grundeinstreu. Stroh, Späne oder ein anderes geeignetes Einstreumaterial bleiben die Basis.

HORSEKRAFT wird ergänzend eingesetzt – vor allem dort, wo Feuchtigkeit und Urin anfallen.

So wenden wir HORSEKRAFT Einstreu im Herbst an

Unsere Erfahrung aus der Praxis:

Für eine Box von ungefähr 10 m² verwenden wir etwa zwei kleine Schaufeln pro Tag.

Dabei muss aber nicht die gesamte Box dick eingepudert werden.

Besser gezielt arbeiten:

1. Feuchte Stellen ausmisten

Nasse und stark verschmutzte Einstreu regelmäßig entfernen.

2. HORSEKRAFT bodennah ausbringen

Besonders auf den typischen feuchten Stellen bzw. unter der frischen Einstreu verteilen.

3. Neue Einstreu darübergeben

So liegt das feine Material dort, wo Urin und Feuchtigkeit tatsächlich anfallen.

4. Box beobachten

Wie schnell wird die Stelle wieder nass? Wie riecht die Box am nächsten Morgen?

5. Menge individuell anpassen

Eine Box mit einem Pferd, das sehr viel uriniert, braucht ein anderes Management als eine große, luftige Box mit sehr trockener Einstreu.

Das Pferd und die Box sagen uns meist sehr schnell, was funktioniert.

Funktioniert Zeolith mit Stroh, Spänen oder Stallmatten?

Grundsätzlich kann die Zeolithmischung ergänzend zu unterschiedlichen Einstreusystemen verwendet werden.

Bei Stroh kann sie unter beziehungsweise in die untere Einstreuschicht eingebracht werden.

Bei Spänen wird sie ebenfalls bevorzugt auf den besonders feuchten Bereichen eingesetzt.

Auch bei Stallmatten kann eine dünne Schicht auf den entsprechenden Stellen unter der eigentlichen Einstreu sinnvoll sein.

Entscheidend ist weniger die Frage:

„Welche Einstreu habe ich?“

sondern:

„Wo entsteht in meiner Box Feuchtigkeit?“

5 Stellschrauben für gutes Stallklima im Herbst

Zeolith allein macht noch keinen guten Pferdestall. Wir betrachten Stallhygiene lieber als Zusammenspiel verschiedener Faktoren.

1. Feuchte Stellen konsequent entfernen

Eine dauerhaft nasse Liegefläche sollte nicht einfach mit immer mehr Material überdeckt werden. Nasses Material muss raus.

2. Richtig lüften – auch wenn es draußen kalt wird

Frische Luft ist kein Luxus. Ein Pferdestall sollte auch in der kalten Jahreszeit ausreichend belüftet sein, ohne dass Pferde dauerhaft ungünstiger Zugluft ausgesetzt sind.
Ein hermetisch geschlossener, warmer Stall ist nicht automatisch ein guter Stall.

3. Die Nase benutzen

Wie riecht es morgens?
Wie riecht es unmittelbar über der Einstreu?

Ein deutlich stechender Ammoniakgeruch sollte Anlass sein, Einstreu, Lüftung und Management zu überprüfen.

4. Problemstellen gezielt behandeln

Nicht die gesamte Box muss gleich behandelt werden. Zeolith-Einstreu dort einsetzen, wo Ammonium und Feuchtigkeit entstehen, ist wesentlich sinnvoller als wahlloses Verteilen.

5. Das ganze Pferd betrachten

Liegt mein Pferd gerne?

Wie sehen seine Hufe aus?

Ist die Einstreu trocken?

Wie ist die Luft?

Hustet das Pferd?

Ein Stall besteht nicht aus einzelnen Problemen.

Stallklima ist ein System.

Nasse Einstreu – auch für die Hufe ein Thema

Im Herbst verbringen Hufe ohnehin viel Zeit mit Feuchtigkeit.

Nasse Koppeln, matschige Paddocks und anschließend eine feuchte Box können dazu führen, dass das Hufhorn über längere Zeit einem ungünstigen feuchten Milieu ausgesetzt ist.

Gerade die Strahlfurchen verdienen jetzt besondere Aufmerksamkeit.

Deshalb gehören für uns im Herbst zwei Dinge zusammen:

draußen Matschmanagement – drinnen trockene Liegeflächen.

Zeolithhaltige Einstreuzusätze können dabei helfen, Feuchtigkeit im Boxenbereich zu managen.

Besteht bereits Strahlfäule oder eine andere Huferkrankung, gehört diese jedoch gezielt beurteilt und behandelt. Eine trockene Box unterstützt gutes Hufmanagement, ersetzt aber keine notwendige Hufpflege oder tierärztliche Behandlung.

Und wohin mit dem Zeolith danach?

Hier schließt sich ein schöner natürlicher Kreislauf.

Was wir aus der Box entfernen, ist nicht einfach Abfall.

Pferdemist und Einstreu können – richtig gelagert und kompostiert – wieder zu wertvollem organischem Material für Böden werden.

Der mit Ammonium beladene Klinoptilolith wird dabei besonders interessant: Klinoptilolith wird in der Wissenschaft nicht nur hinsichtlich der Aufnahme, sondern auch hinsichtlich der späteren Freisetzung von Ammonium untersucht.

Stickstoff, den wir möglichst nicht als Ammoniak an die Stallluft verlieren wollen, ist schließlich gleichzeitig ein wichtiger Pflanzennährstoff.

So verbindet sich Pferdehaltung mit einem unserer liebsten STEINKRAFT-Themen:

Kreisläufe statt Wegwerfen.

Pferd → Stall → Mist → Boden → Pflanze.

Was an einer Stelle gebunden wird, kann an anderer Stelle wieder wertvoll werden.

Was Zeolith kann – und was wir nicht versprechen

Uns ist wichtig, Naturmaterialien nicht größer zu machen, als sie sind.

Die Fähigkeit von Klinoptilolith zur Aufnahme von Ammonium ist wissenschaftlich sehr gut dokumentiert.

Das bedeutet aber nicht, dass Zeolith einen schlecht geführten Stall „repariert“.

Zeolith ersetzt nicht:

  • regelmäßiges Ausmisten

  • ausreichende Einstreu

  • gute Lüftung

  • saubere Tränken und Futterplätze

  • Hufpflege

  • tierärztliche Diagnostik bei Atemwegsproblemen.

Und genau so möchten wir Naturprodukte verstehen:

Nicht als Wundermittel. Sondern als sinnvollen Baustein in einem gut durchdachten System.

Unser Herbst-Tipp für Pferdehalter

Wenn die Pferde im Herbst wieder mehr Zeit drinnen verbringen, geh einmal morgens ganz bewusst in den Stall. Bevor du mistest. Schau. Riech. Greif in die Einstreu. Wo ist sie feucht? Wo liegt dein Pferd? Wo uriniert es immer wieder? Wie fühlt sich die Luft an? Manchmal brauchen wir gar keine komplizierte Analyse.

Unsere Pferde und ihr Stall zeigen uns ziemlich genau, wo wir hinschauen sollten.

Und vielleicht ist genau das gute Pferdehaltung: Nicht erst reagieren, wenn ein Problem groß geworden ist. Sondern die kleinen Zeichen vorher wahrnehmen.

Häufige Fragen zu Ammoniak und Zeolith im Pferdestall

❓Warum riecht mein Pferdestall im Herbst stärker nach Ammoniak?

Längere Stallzeiten, feuchte Einstreu, weniger Verdunstung und eine veränderte Belüftung können dazu beitragen, dass Ammoniak stärker wahrnehmbar wird. Entscheidend sind jedoch immer die konkreten Haltungs- und Stallbedingungen.

❓Bindet Zeolith wirklich Ammoniak?

Für den Naturzeolith Klinoptilolith sind sowohl die Aufnahme von Ammonium als auch Adsorptionseffekte gegenüber Ammoniak wissenschaftlich beschrieben. Besonders gut untersucht ist die Bindung von Ammonium über Ionenaustausch.

❓Kann ich HORSEKRAFT Einstreu auf Stroh verwenden?

Ja. HORSEKRAFT Einstreu wird ergänzend zur normalen Einstreu eingesetzt und kann gezielt an feuchten Stellen unter bzw. in die Einstreu eingebracht werden.

❓Wie viel HORSEKRAFT Einstreu brauche ich?

Unsere Praxiserfahrung liegt bei ungefähr zwei kleinen Schaufeln täglich für eine etwa 10 m² große Box. Entscheidend sind jedoch Feuchtigkeit, Einstreuart, Boxengröße und das individuelle Pferd.

❓Muss ich trotzdem täglich ausmisten?

Natürlich. Zeolith ersetzt das Ausmisten nicht. Besonders nasse und verschmutzte Bereiche sollten weiterhin regelmäßig entfernt werden.

❓Ist Ammoniak nur wegen des Geruchs problematisch?

Nein. Ammoniak gehört zu den Faktoren der Stallluft, die insbesondere im Hinblick auf die empfindlichen Atemwege von Pferden beachtet werden sollten. Auch Staub, Allergene, Mikroorganismen und die Lüftung spielen für die Luftqualität eine wichtige Rolle.

❓Hilft Zeolith gegen Strahlfäule?

Eine trockene, hygienisch geführte Box ist ein wichtiger Bestandteil der Hufpflege. Zeolith kann im Feuchtigkeitsmanagement der Box unterstützen. Eine bestehende Strahlfäule sollte jedoch gezielt behandelt werden; die Einstreu allein ist keine Therapie.

Fazit: Gute Stallluft beginnt am Boden

Der Herbst macht sichtbar, was im Sommer manchmal weniger auffällt. Feuchtigkeit bleibt länger. Pferde stehen länger im Stall. Und plötzlich riecht man ihn wieder: den typischen stechenden Geruch einer feuchten Pferdebox.

Das müssen wir nicht einfach als „normalen Stallgeruch“ hinnehmen.

Mit gutem Ausmisten, ausreichend frischer Luft, trockenen Liegeflächen und einem durchdachten Einstreumanagement lässt sich viel erreichen. Natur-Klinoptilolith bietet dabei eine faszinierende natürliche Eigenschaft: Er kann Ammonium über Ionenaustausch aufnehmen.

Genau deshalb setzen wir ihn auch in unserer HORSEKRAFT Einstreu ein. Nicht, weil ein Naturmineral alle Probleme löst. Sondern weil manchmal ein kleines Stück Natur an genau der richtigen Stelle einen sinnvollen Unterschied machen kann.

Für eine trockenere Box. Für angenehmere Stallluft. Und vor allem für den Ort, an dem unser Pferd viele Stunden seines Tages verbringt.


Wissenschaft & Quellen

Bernal, M. P. & Lopez-Real, J. M. (1993): Natural zeolites and sepiolite as ammonium and ammonia adsorbent materials. Bioresource Technology, 43(1), 27–33.

Die Untersuchung bestätigt die Aufnahme sowohl von Ammonium als auch von Ammoniak durch natürliche Zeolithe und beschreibt die Bedeutung der Austauschplätze im Mineral.

Kithome et al. (1998): Kinetics of Ammonium Adsorption and Desorption by the Natural Zeolite Clinoptilolite. Soil Science Society of America Journal, 62.

Die Arbeit untersucht Aufnahme und spätere Freisetzung von Ammonium durch Klinoptilolith bei unterschiedlichen Bedingungen.

Stabling causes a significant increase in the pH of the equine airway (2010): Untersuchung an Pferden zu Veränderungen der Atemwegsparameter bei Stall- gegenüber Weidehaltung.

Die Studie stellte in Stallhaltung einen signifikanten Anstieg der Ammoniakbelastung der Umgebungsluft gegenüber Weidebedingungen fest und beobachtete gleichzeitig Veränderungen in Parametern der ausgeatmeten Luft der Pferde.

Saastamoinen et al. (2015): Reducing Respiratory Health Risks to Horses and Workers: A Comparison of Two Stall Bedding Materials. Animals, 5.

Die Untersuchung zeigt, dass unterschiedliche Einstreumaterialien zu deutlich unterschiedlichen Ammoniakkonzentrationen in Pferdeboxen führen können und unterstreicht damit die Bedeutung des Einstreumanagements für das Stallklima.

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